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so vieler Franzosen aus edlen Geschlechtern. Bei einem Auslaufewurde der treue Jüngling zerschlagen und verwundet. Ein Mannaus niedrigem Staude rettete ihm das Leben. Der König verkanntenicht das Verdienst, welches sich sein Page um ihn erworben. Alser sich schon ein Gefangener in seinem Palaste befand und nichtdas Geringste mehr für seinen Diener nach außen hin zu thun ver-mochte, war er dennoch unvergessen, dem Jüngling ein Unterpfandseiner Erkenntlichkeit zu geben. Eine Gelegenheit fand sich hiezuin einem unbewachten Momente, wo es gelang, Karl von Chamissoeinen Degen zuzustccken, den er, der König, in glücklicheren Zeitenselbst getragen, nebst einem kleinen, etwa eines Thalers großenStückchen Papiers, auf welches er eigenhändig geschrieben hatte:
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I-vriis.
Dies Blättchen hatte der gefangene König unter seinem Rockauf die Brust geknöpft und zog cs heimlich hervor, um es demPagen zu übergeben. Das merkwürdige Papier sowohl als derDegen sind noch vorhanden und werden als Heiligthümer in derFamilie Chamisso anfbewahrt.
Ueber Ndclbcrt'ö Kindcrjahre findet sich ein Bericht von seiner-eigenen Hand in dem Bruchstück eines Tagebuchs, welches er imJahre 1803 angefangen, aber nicht fortgesetzt hat. „Die mütterlicheBrust, so erzählt er, habe ich nicht gesogen; meine Mutter, wohldie liebevollste Mutter, hat keines von ihren Kindern selber gestillt.Meine Amme, eine Frau aus Givri, Namens Ragnenet, ist todt,auch ihr Mann, glaub' ich, und das Kind, das mit mir ihre Brustgesogen, sind todt, das ganze Haus ist nntergegangen. Ich war itztin der Gegend und erkundigte mich nicht sorglicher darnach; freilichbin ich ein Kind von der Frau wcggekommen und habe die Leutenimmer gekannt; doch weiß ich noch, daß sie mich zärtlich liebte.— Die ersten Kinderjahre bieten mir nur traurige Erinnerungen;ein Kind von neun Jahren fühlte ich mich unglücklich. In derersten Zeit, an die ich mich erinnere, waren wir, ich und ineineSchwester (erwachsen waren die ältern Brüder schon), der alten,