Druckschrift 
2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
Seite
830
Einzelbild herunterladen
 

8zc> Kkt)

sammlet und geometrisch betrachtet. Ueber die Entstehuklgdieser Formen giebt der Abbe (Oüäi ckune rdeorisstir la liruälnre aeL er^llaux, par N. t'^bbe äs

1'scaä. roy. cies 8c. ä ksnL, 178z. 8-) einige sehr sinnrei-He Muthmajsungen an. Schon die ersten Grundtheilefügen sich in der bestimmten eigenthümlichrn Gestalt zusam-men, welche beym Anwachs immer beybehalten wird. Ostaber geschieht der Anwachö in der Folge nach andern Gese-tzen ; die Grundgestalt dient alsdann zum Kern, an dessenFlächen sich neue Schichten ansetzen, und Gestalten derzweyten Art bilden. Bey nicht sehr harten Krystallen son-dern sich die Schichten nach diesen Flachen leicht ab; beyharten zeigen die Streifen doch die Richtungen, nach wel-chen die neuen Ansätze geschehen sind. Es sinden hiebeyschöne Anwendungen der Geometrie statt. So beweißtz. B. Hauy aus der Beobachtung, daß die abgelößtenSchichten des isländischen Krystalls gleichförmig gegen dieGrund - und Seitenflächen geneigt sind, daß sich die Seitedieses Späths zur Diagonale durch die spitzigen Winkel,

wie zu ^ 12 verhalte, woraus der größere Winkel -folgt. Eben dieser Winkel findet sich in demin 12 Fünfecke eingeschloßnen Kalkspathe u. s. w. Wennman annimmt, daß die Schichten immer um zwo ReihenGrundtheile abnehmen, so giebt dies um einen einzigenprimitiven Kern 1019 mögliche Krystallisationögestalten,unter welchen jedoch nur etwa zo in der Natur wirklich ge-funden werden.

Die Krystallen gehören zu denjenigen geometrischenKörpern, welche man mit Herrn Aästner (Geom. neusteAusg. Gökt.1786. S«4i6.) nacb bekannten Gesetzenunordeiirliche nennen kan. Dieser vortrefliche Mathe-matiker hat die Theorie derselben, selbst mit Rücksicht aufdes Haup Anwendungen in einigen Abhandlungen (Oscorponbux pol^eäris äsra leA» iieeZularibu», 0,-mment»80c. 6c>tt. I'o. VI. aci Lini. 1781.1784. und cbend. Osleäkionibu« lo!i.!m'Um,c> vlialioruui liruokura:u illulkran.tibu!) ausgearbeitet.