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2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
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gelöschter Aalk (cslxvivg, calx purs EÜS7L^

uive.) Die Kalksteine verlieren bey dieser Verwandlungfast die Helfte von ihrem Gewichte.

Dieser lebendige Aalk ist ein wahres ätzendes fixeslaugensalz, das sich auch wirklich, obgleich mit einigerSchwierigkeit, im Wasser auflösen last. Nach Berg-mann (lls sciäo 'äereo §. II.) erfordert ein Theil KalkZoo Theile, nach andern 6go Theile siedendes Wasser zurvölligen Auflösung. Die Auflösung selbst heißt Fxalk-Wasser (ggus calcis, San a'e Wenn man dieses

Kalkwasser von dem nicht aufgelöseten Kalke abgießt, soist es völlig durchsichtig und farbenlos, hat einen eignenschrumpfenden alkalischen Geschmack, färbt die blauenPflanzensafte grün, und zeigt alle Eigenschaften eines auf-geloßten LaugensalzeS. In völlig gefüllten und verschlosse-nen Gefäßen bleibt das Kalkwasser unverändert. An derfreyen Luft aber erzeugt sich auf der Oberfläche desselben einHäutchen, der Aaikrahm (cremor calcis), das endlichzu Boden fällt, und einem neuen Häutchen Platz macht,bis zuletzt aller aufgelösete Kalk niedergeschlagen ist. Als-dann aber ist derselbe nicht mehr ätzend, brauset wieder mitden Sauren, und löset sich im Wasser nicht mehr aus;kurz, er ist nicht mehr lebendiger, sondern wiederum ro-her Ralk.

Eben dies geschieht, wenn man fixe Luft oder Luftsaure zudem Kalkwasser bringt. Es wird davon sogleich trüb, undlast rohen .sschlk fallen. Fahrt man mit dem Zumischender Luttsäure fort, so läßt sich dieser rohe Kalk wieder auf;das Wasser aber erhalt den ätzenden Geschmack, und dieEigenschaften des Kalkwassers nicht wieder. Durch dasKochen wird der rohe Kalk wieder aus demselben nieder-geschlagen.

Der Weingeist, welcher keine Luftsaure enthalt, schlagtzwar den Kalk ebenfalls aus dem Kalkwasser nieder; es istaber dieser Niederschlag nicht roher, sondern lebendiger Kalk.

Wenn man uuf den gebrannten Kalk Wasser gießt,p dringt dasselbe mit einem Gezische hinein, er zerspaltet,