7v8 Käl
der Salmiakgeist rc. Die Oele schmelzen zwar das Eis;aber da sie sich nicht mit dem daraus entstehenden Wasservermischen, so erzeugen sie auch dabey keine neue Kalke.Hierüber haben schon Geossroy (kckem. ste l'acsä. stes sc.1727. 172g.) und Mujschenbroek (lrx^erilrieuka variscirca mixturas cum agua, chirttu vini, ggua koni etc.mstitma in den lentam. Acaä. stel (äiincnto, bugst. l>sk.r7gr. 4.) viele Versuche bekannt gemacht. Aach Auflö-sungen von Laugensalzen in Säuren, ,z. B. von 2 TheilenSalmiak in z Theilen Vitriolsäure, geben Kalte. Esbrauset zwar dis Mischung auf, und sendet warme Däm-pfe aus, in denen das Thermometer um einige Grade steigt.Setzt man aber die Kugel des Thermometers in die brau-sende Mischung selbst, so fallt es fast um eben so viel Gra-de tiefer.
Die Grundlage zu allen Versuchen dieser Art gabBoyle's vortrefliche Schrift über die Kälte (käist.jexperi'meukalis stc krigore. klonst. i 65 z. 4.), worinn er sschon dieWirkungen der Salze und sauren Geister beym Schmelzendes Eises und Schnees bekannt machte. Bald daraufzeig-ke er in einer andern Schrift (A i>cv lrigori'stc expcrimentetc. in kbiios. Vmm. NO. i;.) daß sich auch durch bloßeAuflösung des Salmiaks im Wasser eine sehr beträchtlicheK'.lte Hervorbringen lasse. Fahrenheit erfand 1729 dieMethode, nach einer schon vorhergegangenen Erkaltungdes gestoßenen Eises durch neuen hinzugegoßnen Salpeter-geist die Kalte noch mehr zu verstärken; ^Tccrimurcr be-stimmte endlich die hervorgebrachten Grade der Kälte selbst,wozu es Boyle'n nur an einer bestimmten Einteilung desThermometers gefehlt hatte.
Man hat zu Erklärung dieser Phänomene nicht nö-thig, mit Ramazztni, N mischen brock, Aichmaimu. a. eine kaltmachende Materie in den Salzen anzunehmen,da sich alles aus mehreren andern Vorstellungsarten hcr-leiten last. Die Entstehung der Kälte rührt offenbar vonder Auflösung her. Ist das Eis und Salz so trocken, daßbey der Mischung bucht Feuchtigkeit genug vorhanden ist,um das Salz aufzulösen, so entsteht auch keine größer«