Irr 69z
Irrlicht verfolgt, zu Boden geschlagen, und eine schleimig-re Materie, wie Froschleich gefunden. L eer am (i'buot'.Irans. Vttl.XXXVI. NO. 411.) führt an, er sey auf eineszugegangen, das um eine modernde Distel zu Hüpfen ge-schienen, es sey aber vor ihm geflohen; und nach Lieccarrund st>Uiiov (pliysiea cioKmariag Io. ll p. 2g^.) sollein Irrlicht eine italiänische Meile weit vor einem Reisen,den hergegangen seyn. Wenn es wahr ist, was man hier-aus gefolgert und so oft nachgeschrieben hat, daß dieseLichter vor dem Verfolger fliehen und dem Fliehenden Nach-folgen , so last es sich leicht aus der Bewegung der Luft er-klären. M n hat auch gesagt, daß sie vor dem Xlucben-Len fliehen und sich dem Betenden nähern. Auch d-eSwürde daraus zu erklären seyn, daß jener die Luft mit Hef-tigkeit von sich stößt, dieser aber mehr an sich ziehet. DerAberglaube macht aus diesen Lichtern abgeschiedene Seelenoder böse Geister, welche die Reisenden irre führen, undselbst einige Physiker, z. B- Caröa.» (Os varietste re-rum O. XIV. L.69 ) und Seimerr (Opnomc nsmr.kciem. 1651. 12. O.II. c.2.) sprechen nicht vernünf-tiger davon.
Man kan bey diesem Mangel an guten Beobachtungennichts weiter, als Muthmaßungen, über die Natur undUrsache der Irrlichter Vorbringen. Viel eicht entstehensie, oder einige Arten von ihnen, durch einen ben derFaul-niß erzeugten natürlichen Phosphorus, so wie bekanntlichfaule Fische, faules Fleisch, faules Holz u-dgl. im Dun-keln leuchten ( Optic. O.III. !p>- iv ).
Vielleicht können leuchtende Insekten, entweder einzelnoder in ganzen Klumpen, zu Zeiten dergleichen Ersch einun-gen nachahmen, ob es gleich unwahrscheinlich ist, daß nachIVilloug'By, Ray und Dallisneri (Opp. 'Io. I.p.85-) alle Irrlichter von leuchtenden Insekten herrührensollten.
Es ist auch möglich, daß an diesem Phänomen dieElektricitat zuweilen einigen Antheil haben kan: wenig-stens ist die Erscheinung selbst dem St. Elmusfeuer oderelektrischen Wetterlichte an den Sprhen der Körper (s.