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2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
Seite
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Seite des Brets höher und niedriger stellen ließ. Er be.stimmte durch Proben den Stand des Schiebers, wenndis Wage im Gleichgewichte war, und wenn sie io GranUebergewicht hatte, theilte den Raum zwischen diesen Stand»punkten in io gleiche Theile, und trug solcher Theile mehr,so weit nöthig, fort. Ward nun an den einen Arm dieserWage der Stein, an den andern ein Gewicht gehangen, dasdem Gewichte des ganz trocknen Steins (z. B. 175 Gr.)gleich war, so zeigte der Schieber das Uebergewicht desSteins in Granen an, wenn er mit dem Kettchen so ge-stellt ward, daß die Wage ins Gleichgewicht kam. Ein-m Schieber angebrachter Vernier zeigte noch Aehntheileeines Grans. Herr Lowitz bemerkte, daß bey einem anhal-tenden nassen Wetter dieses Hygrometer über 55 Gran, beyeiner anhaltenden Hitze von uz Graden nach Fahrenheit nur14 Gran Feuchtigkeit angab. Er hat aber diesen Thon-fchiefer, wovon ein paar Stücke im göttingischen Nakura-liencabinet sind, nirgend anders finden können.

Herr deSaussüre (Lflsix lur l'liXKiomewie, aXeuf.cbstel, 578z. 8. maj. Versuch über die Hygrometrie durchHora;Benedict deSaussüre aus dem frz. von ID-T.(Titius'i, Leipzig, 1784.8.) hat endlich zu einer eigentlichenTheorie der Messung absoluter Quantitäten des in der Luftschwebenden Wassers den Plan entworfen. Er bedient sichzum Hygrometer eines weichen, wo möglich blonden, nichtkrausen, blwnsckenbaares, welches aber wegen der an-klebenden Fettigkeit in einer Auflösung von 74 SkrupelSodasalz in zo Unzen Wasser zoMinuten lang, dann nochzweomal etliche Minuten lang in reinem Wasser gekocht,in kaltem Wasser abgespült und an der Luft getrocknet wer-den muß. Ein solches Haar, welches sich von der größtenTrockenheit bis zur größten Feuchtigkeit um 24-75 Tau-sendtheile seiner ganzen Lange ausdehnt, hakte Hr. de S,unken an einem festen Punkte angehangt, und sein oberesEnde um eine dünne Welle gewunden, die einen Zeigertrug, welche ihre Drehung auf einer Zifferscheibe anzeigte.Das Haar wird durch ein Gewicht von z - 4 Gran gespannt,hgs an eine m feidnen Faden in entgegengesetzter Richtung