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2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
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weit heißer werde, als die röche. So führt er auch an,daß schwarz ausgeschlagene Zimmer mehr wärmen, undschwarz gefärbte Eyer an der Sonne gesotten werden können.

D. Hook (MoroZmssnls, p. 64.) nimmt blos Blauund Roth als Hauptfarben an, und läßt die übrigen aus derVermischung dieser beyden entstehen. Blau, sagt er, istdie Wirkung einer schiefen und unregelmäßigen Erschütte-rung auf der Netzhaut, wo der schwächere Theil vorangcht,und der stärkere nachsolgt; Roth hingegen eben dies, wennder stärkere Stoß vorangehk, und der schwächere folgt. ErMachte in Rücksicht auf diese Theorie den Versuch mitzwey holen prismatischen Gläsern, wovon eins mit blauerKupfersolution, das andere mit rother Aloetinktur gefülltist. Jedes einzeln genommen ist vollkommen durchsichtig;beyde zusammengehalken, werden undurchsichtig.

So stand es um die Erklärung der Farben, alsNewsrom, dessen Talente für die Experimentalphysik eben sogroßwaren, als sein geometrischer Scharfsinn, im Jahre 1666die verschiedene Brechbarkeit der Lichtstralen entdeckte, dieVerbindung derselben mit den Farben wahrnahm, undtzarauf sein vortrefiiches Snstem über die Farben baute,welches eine ausführlichere Erklärung erfordert.

Newtons Entdeckungen über die Farben.

Newtons bey dem Worte: Brechbarkeit angeführ-te Versuche beweisen ohne Widerrede, daß sowohl dasSonnenlicht, als das von den Körpern zurückgeworfene,Nach Beschaffenheit seiner Farbe, eine verschiedene Brech-barkeit besitze, und nach Beschaffenheit seiner Brechbarkeiteine verschiedene Farbe zeige. Er begleitete daher dieNachrichten von seinen Versuchen über das Licht, die er derköniglichen Societät der Wissenschaften mittheilte (s.kbi-lost ImEäk. Num.go. Hg. 1672-1688. Abhandlungenaus den Philos. Transact. Leipz.i^y. gr. 4.1.B. S.192.m. f.), sogleich mit folgenden Gedanken über die Beschaf-fenheit der Farben, die er auch in seiner Optik (b.1.1'.2.)durch besondere Versuche erwiesen hat.