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Dies wird genug seyn, um zu zeigen, daß das Eudio-meter noch bey weitem das nicht sei), was sein Name aus-drückt, und wofür man es viel zu frühzeitig gehalten hat.Vielleicht wird ihm einst die Zeit mehrere Vollkommenheitgeben.
Man pflegt mit diesem Werkzeuge auch dis Güte devkünstlich bereiteten dephlogistifirten Luft zu prüfen, welcheaber zu ihrer Sättigung eine weit größere Menge, oft vier,zuweilen fünf Maaß nitröfer Luft, erfordert. Um nun diesmit weniger Zeitverlust zu thun, vermischt D. Ingen-houß beyde Luftarten in einem befondern Glase von z ZollDurchschnitt und z Zoll Höhe auf einmal, weil bei) der de-phlogistisirten Luft die Zersetzung und Vermischung augen-blicklich geschieht, und es also nicht, wie bey der gemeinenLuft, des allmähligen HinzulasienS und Schüttelns bedarf.
Herr NMke (Neue schweb. Abhdl. IV. Band, 1785.,auch in Lichtenbergs Magazin für das Neuste re. UI. B.4 St. S. 106. u. f.) hat seitdem noch zwo andere Einrich-tungen des Eudiometers bekannt gemacht, wobey die Luft-gattungen durch Saugen und Pumpen mit einer Spritzeaus einem Gefäß ins andere gebracht werden. Zu einerdieser Einrichtungen gehört ein Apparat mit Quecksilber,zur andern ein gewöhnlicher mit Wasier. Die Kolbenstan-ge der Spritze ist, wie eine Scale, abgetheilt, und miteinem an der Spritze selbst befestigten Nonius versehen,wodurch man sehr genau in jedem gegebnen VerhaltnißeLuft ausziehen oder einlaffen kan. Da diese Art, die Luft-gattungen zu behandeln, als eine allgemeine Abänderungdes Apparats angesehen werden kan, so will ich sie bey demWorte: pneumatisch - chemischer Apparat umständli-cher beschreiben: zum Eudiometer wird man sich immer ei-ne einfachere und leichtere Einrichtung wünschen.
Noch ein Eudiometer, das aber auf ganz andern Grün-den beruht, hat Scheele (in Zorn-no! üe pb^kigueZauvier 1781., deutsch in Hrn. Lecnhardi Uebers. vonScheelens chemischen Abhdl. von Luft und Feuer, Leipzig,1782. 8. S. 269.) angegeben. Er nimmt einen Theil vonsehr fein gepulvertem Schwefel, vermischt ihn mit zween