beyde Luftarten in Berührung, und es erfolgt die Vermin-derung des Volumens, deren Größe sich durch die Höheder vom Drucke der äußern Luft hinaufgetriebenen Wasser-säule vermittelst der Scale abmessen läst. Diese Einrich-tung hak zwar das bequeme, daß der ganze Apparat durchdas Gestell in ein einziges Stück gebracht ist; allein er istblos zur Prüfung der eben in der Atmosphäre vorhandenenLuft geschickt, die Hähne gerakhen leicht in Unordnung, dieVermischung der Luftarten erfordert eine lange Zeit, unddie Bestimmung des Resultats hangt von der jedesmaligen ^Temperatur und Schwere der Atmosphäre ab.
Zu eben derZeit suchte D. Ingenhouß die Werkzeugezur Lustprüfung zu verbessern, und beschrieb zwo neue Ein-richtungen derselben in einem Briefe an Pringle, welcher inder königlichen Societät der Wissenschaften am izten Febr.1776 vorgelesen, und in die Schriften derselben (kmlosi.'I'rsusacck. Vol. I^XV!. p>. 2Z7- lftg.) ausgenommen wordenist. Der erste Apparat besteht aus einer kupfernen Röhremit zween Hähnen, an deren einem Ende eine Flasche vonFederharz befindlich ist, das andere Ende aber in eine Glas-stasche eingeschraubt werden kan. Aus der Mitte dieserRöhre geht ein anderes rechtwinklich umgebogenes kupfer-nes Rohr herab, das einen Hahn hat, und unten mit einer2 — z Schuh langen inrooTheile getheilten Glasröhre ver-bunden ist. Herr Zjngenbouß goß in die Flasche ein hal-bes Loth verdünnte Salpetersäure mit einem Quentchen Ei-fenfeile, wodurch sich sirlpeterartige Luft entwickelte, drückte ^sodann die Federharzflasche, welche gemeine Luft enthielt, !zusammen, um beyde Lustarten in der kupfernen Röhre zuvermischen. Wenn sich das Eisen aufgelöset hatte, schloßer beyde Hähne zu, und senkte die gläserne abgetheilte Röh-re in ein Gefäß mit Quecksilber. Sodann öfnete er denunterhalb der Federharzflasche, und den an der gebognenkupfernen Röhre befindlichen Hahn, worauf das Quecksil-ber in der Glasröhre aufstieg, und die Größe der Vermin-derung, an der Theilung, angab. Weil aber bey dieserMethode sowohl die unvermeidliche Auflösung des Kupfers,als auch die ungleiche Menge der entwickelten nitrosen Luft