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2 (1789) Von Erd bis Lin
Entstehung
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Erd

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Die Erdkugel, als Planet betrachtet.

Es kan in unfern Zeiten nicht mehr als zweifelhaft an-gesehen werde«/ daß unsere Sonne einer von den unzählba-ren leuchtenden Himmelskörpern sey, welche wir Llpsternepennen, und daß die Erde unter die Anzahl der dunklenKörper gehöre, welche in elliptischen Bahnen um die Son-ne laufen, und denen wir den Namen der Planeten ge-hen. Mit welchem hohen Grade der Wahrscheinlichkeitsich dieses behaupten lasse, wird bey dem Worte: U?elt-sysiem mit mehrerm gezeigt werden.

Die Erde ist unter den sieben um die Sonne laufendenPlaneten, vom Mittel oder von innen aus gerechnet, derdritte. Ihre iaufbahn umschließt die Bahnen des'Mer-fürs und der VenuS (der untern Planeten), dagegen sievon den Bahnen des Mars, Jupiter, Saturn und Ura-nus (der obern Planeten) umschlossen wird. Daher kömmtes, daß wir von der Erde aus die untern Planeten bestän-dig bey oder neben der Sonne, die obern aber bisweilensuch der Sonne gegenüber sehen (s. Aspecren, Oppo-sition).

Der Umlauf der Erde um die Sonne (motus pe.rioäicuL, ueuo/rrtü « M erfolgt in der elliptischen

Erdbahn, in deren Brennpunkte die Sonne steht. Nachden neusten astronomischen Bestimmungen läßt sich die halbegroße Axe dieser Bahn, oder der mittlere Abstand der Erdevon der Sonne auf 224^0 Halbmesser oder 1771; Durchmesserder Erde setzen. Man kan sich den Begrif hievon so ma-chen, daß gegen isayo Erdkugeln an einander gesetzt wer-den müßten, um von hier aus die Sonne zu erreichen. Theiltman diese Größe in 100000 Theile, so macht die Eccentrici-tat der Erdbahn (s. Eccentricität) 168^ solcher Theileaus. Ohngefähr um den Anfang des Jahres ist die Erdeder Sonne am nächsten, und um den ersten Junius stehtsie von ihr am weitsten, ab; s. Sonnennähe, Sonnen-ferne.

Die Zeit, in welcher unsere Erde diese große Bahn völ-lig einmal durchläuft, heißt das Sonnensahr, und he-