Erd
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Scheitel an beyden Orten unterscheiden, so giebt dieser Un-terschied die Größe des Bogens A/Z in Graden, Minu-ten re. des Umkreises der Erde an. Die Vergleichung lehrtdann sogleich, wie groß an dieser Stelle ein Grad des Mit-tagskreiseö sey. Und da hiebey alles auf Messung einer ein.zigen Grundlinie, auf Messungen von Winkeln auf derErde und am Himmel, und auf Berechnung beruht, sosteht man bald, daß der ganze Plan auf die sichersten Grün-de gebaut ist, die man bey dem gegenwärtigen Zustande dermathematischen Praxis nur immer haben kan.
Diesen einzig richtigen Weg hat zuerst der HolländerN)illebrord Snellius im Jahre 1615 betreten, , rmd sei-ne Messung in einem eignen Werke (Lrstolilwuotkl äe terrae smbitu8 vers guamitate. Lat. 1617. 4,)
beschrieben. Seine Triangelverbindung gieng von Alkmaarnach Leiden und nach Bergen op Zoom. Ihm bleibt zwar, dasunstreitige Verdienst, diesen Weg, worauf ihm nach derZeit alle andern Geometer gefolgt sind, zuerst betretenerhaben, welches Verdienst um desto größer ist, da er sichbey den trigonometrischen Berechnungen des Vortheils derLogarithmen noch nicht bedienen konnte, und also Len ermü-dendsten Weitläufigkeiten der Rechnung ausgesetzt war;allein eben dadurch fiel auch sein Resultat, welches den Gradin Holland 28500 rheinl. Ruthen oder 55021 Toisen seht,viel zu klein aus, und ob er gleich selbst die Fehler seinerMessung und Rechnung einsahe, so hinderte ihn doch derTod im Jahre 1626 sie zu verbessern. Musschenbroekhat nachher diese Arbeit wiederholt, und das Resultat (Ost-1erwtione8 zck^llcae et Zeometricae. UuAÜ. 1729. 4. OIÜ'.äe mLZnituchno terrae) aus29514 rheinl. Ruthen oder 57055Toisen gesetzt.
Norwood's Messung zwischen London und Pork imJahre 1655 gab den Grad 57500 Toisen, und die Versuchedes Rkccioli und Grtmaldi, welche diese Aufgabe aufmannigfaltige Art bearbeiteten, setzten ihn auf 61478 Toi.sen. Die letztere- Bestimmung aber verdient gar keine Auf-merksamkeit, weil sich ihre Urheber unzuverläßiger Metho-