Erd
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Eine andere Angabe der Größe der Erde rührt vondem Stoiker postdonius zu Rhodus her, und gründetsich nach dem Berichte des Cleomcdeu auf die Beobach-tungen der Höhe des Canopus. Da dieser Stern zu Rho-dus täglich nur auf kurze Zeit im südlichen Horizonte sichtbarward, und sogleich wieder verschwand, zu Alexandrien aberim Mittagskreise sich um den 48sten Theil des Kreises (d.i.um 7^°) über den Horizont erhob, so nahm Posidoniuö denAbstand beyder Orte, welcher 5020 Stadien betrug, fürden 48 sten Theil des Umkreises der Erde an, und sichte da-her den lichtem auf 240000 Stadien» Da dies griechischeStadien sind, welche genau 180200 alexandrinische ausma-chen, und das alexandrinische Stadium auf 6g; pariser Fußgesetzt werden kan (Lulofs §. 44.45»), so giebk diese Be-stimmung jeden Grad 502 Stadien, oder 442500 par. FußToiseN, welches der Wahrheit sehr Nahe kömmt»Auch Strabo führt an, daß Posidoniuö die Größe desUmfangs der Erde >8 -020 Stadien setze: prolemaus1- VIl. c. §.) nimmt eben diese Größe der Erde an,schreibt aber ihre Bestimmung dem Eratosthenes, Hip-parch und Maximus-, Tyrius zu» Weitläufigere Untersu-chungen über diese Messungen der Alten und die dabey ge-brauchten Maaße findet man bey Aicciolt (OeoZis^bi»reforw. lib- V. 7.), ^neUlUS (im Lratotsbene« Lsts--vuH, d^rrupck (Over cle 6rotte aer Rarste) und Eisen-sck-midt (i)e pvncleribus et menfurjü. tVrAent. 1728- 8 ).
Um das Jahr 827 der christlichen Zeitrechnung ließ derberühmte Kalif Ä> --Mttmsrr durch viele nach Bagdad be-rufene Mathematiker zween Grade des Mittagskreises inder Ebne Singar langst den Küsten des arabischen Meerbu-sens abmessen» Von dieser Messung giebk Alfraganusin seiner Astronomie die Nachricht, daß man die Größe desGrades;6 bis ;6s arabische Meilen gefunden habe. Mattist aber auch über dieses Maas; noch ungewiß.
Die im Jahre >;L; von dem französischen Arzte Ferne!versuchte Messung, deren Snellius und Aiccisli erwäh-nen , beruhte auf äußerst unsichem Gründen» Er beobach-tete die Polhvhe von Paris, fuhr dann gerade Nach Nor-