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des stillstehenden Wassers oder auf der Ebne des Horizonts/welche die Erdfiäche selbst berührt, lothrecht stehe. Wäredie Erde eine vollkommne Kugel, so müßten alle dieseRichtungslinien der Schwere in einen gemeinschaftlichenMittelpunkt zujammentreffen. Auch würde nach den Ge-setzen der Gravitation die Schwere, als beschleunigendeKraft betrachtet, an allen Stellen der Erdstäche gleich großsepn müssen, weil sie alle von dem Mittelpunkt gleich weitentfernt waren, vorausgesetzt, daß sich die Erde in einervollkommnen Ruhe befände.
Wenn sich aber die Erdkugel, wie das kopernicanischeSystem annimmt, täglich einmal um ihre Axe drehet, soentsteht hieraus für jeden Punkt der Erdstäche einSchrvung (f. CenrralbewegunI, Cenrralkräfte) odereine 'Schwungkraft, deren Richtung in dem Halbmes-ser des von den Körpern beschriebenen Kreises liegt, indemsich diese Körper von dem Mittelpunkte dieses Kreises, ver-möge der ihnen mitgecheilten Bewegung, zu entfernenstreben. So wird z. B. wenn sich die Kugel (Taf. VIII.Fig. z.) um die Axe kk. drehet, in (^ein Schwung nach g,in L und 6 nach e und g entstehen. Die Richtung dieserSchwungkräfte ist unter dem Aequator in (chder Richtungder Schwere (chO gerade und gänzlich, in L und 6 aberden Richtungen der Schwere L L und 0 L wenigstens zumTheii entgegengesetzt. Daher wird ein Theil der Schweredarauf verwendet werden, die Wirkung des Schwungesaufzuheben, und die Körper, welche sonst von der Erde.hinwegstiegen würden, auf der Oberstäche derselben zu er-halten. Dieser verwendete Theil der Schwere kan natür-lich nichts weiter bewirken; er wird also der Schwere derErdkörpcr, in sofern man dieselbe durch ihre übrigen Wir-kungen bemerkt, abgehen, d. h. man wird die Schwerevermindert finden. Aus einer doppelten Ursache muß dieseVerminderung der Schwere unter dem Aequator amstärksten seyn; einmal, weil der Kreis der täglichen Um-drehung daselbst am größten ist, und die Körper schneller,als in den Kreisen und b' 6, geschwungen werden, unddann, weil hier die Richtung der Schwungkraft (chg der