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2 (1789) Von Erd bis Lin
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Erd

Haftern Folgen desselben betroffen. Selbst in Amerika be-merkte man Spure» dieser Erschütterung. Sie ward voneiner gewaltsamen Erhebung des Meeres begleitet, welcheeine fast allgemeine Ueberschwemmung der westlichen Kü-sten unsers festen Landes veranlasiete. Das Gewässer desTago ergoß sich zu verschiedenen malen über die Trümmernder bereits zerstörten Stadt, (s. öam. ös

terrae motibur, inprimix nupero Vl^ibpponenli in 8^1.löge Lommentat. p. i.) Ein drittes eben so schrecklichesErdbeben verwüstete im Jahre 1774 Guatimala: undein viertes verheerte im Februar 178? ganz Calabrien undMessina. (Man sehe des Ritter Hamilton Erzählung hie-von, ktiilok. 1 "rg»L. Vol. I.XXIÜ. k. I. überseht unter derAufschrift: Nachricht von dem lehren Erdbeben in Cala-brien und Sicilien rc. aus dem englischen von G. L.Wehrs. Hannover. 4.)

Man hat oft wahrgenommen, daß die Erdbeben auf.vorzüglich nasse Jahre folgen, daß vor ihrem Ausbruchehäufige Sternschnuppen, Feuerkugeln und andere leuchtendeMeteore, schwestich riechende Dämpfe, eine heiße drücken-de und das Sonnenlicht rothfärbende Luft mit dicken undschwarzen Wolken, vorhergehen; ob sie gleich bisweilenauch nach einer vollkominnen Stille und Heiterkeit der Lufterfolgt sind. Gewöhnlich scheinen die Thiere vorher vonSchrecken und Aengstlichkeit befallen zu werden, die siedurch Geheul und Winseln ausdrücken; die Vögel fliegenunruhig hin und her: oft hört man auch ein Getöse, wieeinen unterirdischen Donner, wie das Abfeuern des schwe-ren Geschützes, oder wie ein Krachen und Zischen; an Meh-rern Orten treten die Gewässer der Flüsse, Brunnen undQuellen zurück, und kommen erst nach einiger Zeit trübund mit Erde oder Sand vermischt, wieder. Fast allezeitsind die Erdbeben mit heftigen Bewegungen des Meeresbegleitet, welches abwechselnd zurücktritt und sich wieder er-hebet; die Schiffe stoßen in den Häfen gegen einander, undselbst in der ofnen See bemerkt man außerordentliche Er-schütterungen.

Die Wirkung der Erdbeben selbst äußert sich durch