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Die Szekler und Ungarn in Siebenbürgen
Entstehung
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erwachsene Jugend an einem eigenthümlichen Spiel. Einer deranwesenden Burschen hüllt sich in ein großes Leintuch, schwärztsein Gesicht mit Kohle und nimmt einen langstieligen Besen indie Hand. Dann setzt er sich auf den Herd und spricht:Ichkoche daslebendigtodte Wasser" (Äö1uckovi?,6t,). Wer will davonhaben?" (Dieslebendigtodte Wasser" kochen nämlich die Hexenund können mit demselben Todte aus dem Grabe hervorlocken).Nun antworten die Jungfrauen:Ich, ichl"Kommt alsoher," spricht der vermummte Bursche,und küßt michl" Nunbemühen sich die Maide, dem Burschen einzeln ins Gesicht zuspeien, ohne dabei vom Besen berührt zu werden, mit dem sichder Bursche vertheidigt. Die Maid, der es gelingt, dem Burschenins Gesicht zu speien, wird im Laufe des Jahres heirathen.Selbstverständlich giebt dies Spiel Gelegenheit genug zu Scherzund Neckerei. Da macht der Bursche auf der Feuerstätte demSpiele ein Ende, indem er das Lied singt:

Neuen Wein, den lieb' ich sehr,Lieb' auch alten Wein!

Ja, den Wein, den liebte schonTer Großvater mein!

Und das wußte man ja schonIn uralter Zeit,

Daß der Apfel von dem BaumNiemals fällt sehr weit.

Wein trank gern mein Väterchen,Mein Großvater auch;

Durstig bin ich, reicht mir drum,Reicht mir den Weinschlanch!'

Und bald beginnen im Chor schmachtende, herzaufwühlendeWeisen zu erklingen, von denen auch Chauteaubriands Wortgelten mag, daß sie aus leidenschaftlichen Seufzern zusammen-gesetzt seien. Da singt der Chor der Maide:

Bin verwaist, verlassen,Gleich dem Stoppelfelde,Dessen schönste ZierdeLängst die Sichel fällte.

Meine schönste ZierdeStahl ein böser Knabe,Mag sein Aug' aushackenBald ein schwarzer Rabe!

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