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Die Szekler und Ungarn in Siebenbürgen
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Jugend die Phantasie lehrt, die in ihm durch Märchen undSagen aus längst vergangener Zeit geweckt und genährt wird.Selbst in der weltverlassensten Gebirgseinsamkeit ist das Kinddes Szeklers nie allein. Hoch oben auf der mit Sleingeröllebedeckten Berghalde, wo die Ziegen nur kümmerliches Futterfinden, sieht es tief unter sich im Dunkel der Tannenwälderdie Feen der Märchen tanzen, Hort im Gemurmel der Quelledie Seufzer der verwunschenen Königstochter und am Randeder Berghöhle wird sein träumender Geist unbewußt fortgezogenin jene geheimnißvoll dämmernde Tiefe, wohin kein Laut desLebens mehr dringt, wo alles Ringen und Sehnen, alles Glückund Weh der Menschenbrust wie ein flüchtiges Irrlicht imWindhauch zerstiebt. Und kommt dann der Winter mit allseinen Schrecknissen ins Land gezogen, so lagert sich die Familiein der freien Zeit der Ruhe um das knisternde Herdfeuer, wodas Kind gar bald Sitte und Brauch seines Volkes kennenlernt. Im traulichen Verkehr miteinander vergeht die Zeit denDorfbewohnern, und kommt dann die Christnacht heran, daflimmern in Stube und Stübchen der Ungarn Taunenbäumchenund lustige, fröhliche Kindergesichter unter den schattenden Zweigen;draußen auf schneebedeckten Gassen und Märkten lautlose Stilleund heiliger Friede, den kein Menschentritt stört; über allemaber in den Lüften hallender Glockenklang und das heimlicheWehen der Winternacht. In den Dörfern der Szekler, wo ebenfremder Weihnachtsbrauch alte Sitte noch nicht ganz verdrängthat, fehlt zwar der Tannenbaum, dafür aber beschenken sichgegenseitig die Familienmitglieder, Verwandte und Freunde, diegewöhnlich die Weihnachtsnacht zusammen in fröhlichem Kreise beiSpiel und Schmaus zubringen. Am Weihnachtsabend wird auchden Hausthieren besonders reichliches und gutes Futter vorgesetzt,damit sie bei Gott keine Klage führen. Es herrscht nämlich derGlaube, daß in dieser Nacht ein Engel bei den Thieren erscheint,

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