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und Entsagung. Schon in seinem vierten Jahre muß es dieZiegen seines Vaters hinaus auf die steinigen Anhöhen treiben,und in der Gesellschaft erwachsener Kameraden eignet es sichgar bald die Tugenden und Unarten der Dorfkinder an. Dawird ein kleines Feuer gemacht und die mitgebrachten Kartoffeln,der tagtägliche Imbiß, gebraten; die größeren Knaben sitzen imKreise um das Feuer herum und rauchen aus selbstverfertigtenhölzernen Pfeifen Kartoffelblätter statt Tabak; der Eine oderder Andere erzählt Geschichten ans längst verschollener Zeit,die er von seiner Großmutter gehört, oder berichtet über dieWunder der nächsten Kreisstadt, die er mit seinem Vater unlängstbesucht hat. In solcher Umgebung lernt das Kind auch dieSpiele kennen, von denen das beliebteste das sogenannte „Loch-spiel" stMekwäi) ist. Am Spiele können sich nur zwei Kinderbetheiligen. Es werden in die Erde zwölf Löcher in zweigleichen Reihen gegraben. Nun werden 27 Steine ungleich-mäßig in alle Löcher vertheilt. Jeder der Spieler erhält nundurch das Los eine Lochreihe, worauf der Beginnende aus demLoche seiner Reihe, in welchem sich die meisten Steine befinden,dieselben herausnimmt und, mit dem ersten Loche beginnend,in jedes Loch je einen Stein legt; bleibt ihm dabei ein odermehrere Steine übrig, so legt er dieselben in je ein Loch seinesGegners, der nun das Spiel mit seiner Reihe fortsetzt. Nachder ersten Tour nehmen die Spieler alle die Steine aus denLöchern ihrer Reihe heraus, die paarweise (2, 4, 6, 8 u. s. w.)in den einzelnen Löchern vorzufinden sind, worauf das Spielfortgesetzt wird und bei jeder Tour die paarweise zu liegenkommenden Steine herausgenommen werden. Wer am Schluffedes Spieles die meisten Steine herausgenommen hat, ist derSieger? Frühzeitig lernt das Kind selbständig zu handeln undmit den Widerwärtigkeiten des Lebens kämpfen, das mit Traum-bildern zu erfüllen und zu verschönen, es schon in zartester< 612 ,