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Die Szekler und Ungarn in Siebenbürgen
Entstehung
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Nach der kirchlichen Taufzeremonie wird das Kind zu Hauseauf den festlich gedeckten Tisch gelegt und von jedem der ge-ladenen Gäste beschenkt, indem Jeder ein Ei, eine Wurst, einGeldstück u. dgl. auf den Tisch legt und einen Wunsch dar-bringt, z. B. wachse und gedeihe; oder: Werde stark und glücklich.Hierauf wird das Kind gebadet und das Badewasser vor dieKaminöffnung, vor die Fenster und die Thür des Hausesgegossen, um dadurch den Hexenjeden Zutritt zum Kindeabzusperren". Der Vater trägt indessen das vor der Taufeabgelegte Hemdchen seines Kindes hinaus in den Hof, wo eres mit einer Axt in viele kleine Stückchen zerschneidet, die erdann in ein fließendes Wasser wirft, im Glauben, daß er dadurchdie Macht des Teufels über sein Kind gebrochen habe. Einfröhliches Mahl nimmt nun seinen Anfang, wobei Trinksprücheverschiedener Art nicht fehlen dürfen. Unter Scherz und Spiel,Tanz und Gesang vergeht die Nacht, und wenn der erste Morgen-schimmer am östlichen Himmel röthlich hervorzuckt, die felsigenGrate der Karpathenzüge beleuchtend, nehmen die Gäste feierlichAbschied, indem sie noch einen Becher Branntwein leeren unddabei einige Tropfen auf die Schwelle fallen lassen,damit esdem Hause wohlergehe!" Und wenn die Morgensonne hinterden schneebedeckten Gebirgsspitzen hervorguckt, ist die Familieschon draußen in Feld und Wald beschäftigt, durch schwereHandarbeiten ihr tägliches Brot zu verdienen. Fernher ausdem Tannenwalde, wo hundertjährige Stämme stolz gen Himmelstreben, hört man die Axtschläge und das monotone Geklapperder Sägemühle, wo jährlich viele Hunderte schlanker Tannenzu Brettern und BalkeA geschnitten und weit weg in fremdeLande geführt werden. Während der Mann des Hauses alsHolzfäller beschäftigt ist, müssen die Weiber und Kinder dieFeld- und Hausarbeiten verrichten. Frühzeitig gewöhnt sich dasKind an schwere Arbeit und karge Belohnung, an Entbehrung

Sammlung. N. F. VI. 137. 2 («I1>