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Beruhigung suchend, solche nur in der Annahme von wirksamerBosheit zauberkundiger Mitmenschen. Diese sind ihm greifbar;er kann sich gegen sie wehren, sich an ihnen rächen. Auf dieserOhnmacht, widernatürlich erscheinende Ereignisse im menschlichenLeben zu erklären, fußt auch all der Aberglaube der Ungarnund Szekler Siebenbürgens, der sich an die Behandlung derkranken Kinder, der Kranken überhaupt, knüpft. Bei den Ungarn,wo die allgemeine Bildung selbst die untersten Volksschichtenmehr oder weniger durchdrungen hat, findet sich auch in dieserRichtung weit weniger Aberglaube vor, als in den Gebirgs-gegenden des Szeklerlandes, wo Gletscherhöhen ohne Bahn demFirmament des Himmels schroff entgegenstarren, wo in den ver-steckten Hochlandsthälern kümmerlich nur Hafer, Gerste, Bohnenund Kartoffeln gedeihen und jeder Bissen „täglichen Brotes"im Schweiße des Angesichtes dem felsigen Boden abgerungenwerden muß. Besonders sind ungetanste Kinder den Nach-stellungen der Hexen und Zauberer ausgesetzt. Nach Ablauf desgewöhnlich zweiwöchigen „Einsitzens" (lwmiülös) der Wöchnerinbegiebt sich dieselbe in Begleitung ihrer Mutter oder einerälteren Frau in die Kirche, wo sie eine Wachskerze „derheiligen Jungfrau opfert" und vom Geistlichen die mitgebrachtenEßwaren und Getränke mit Weihwasser einsegnen läßt. Dienächstfolgenden drei Tage hindurch darf sie nur von diesenSpeisen zehren. Dies gilt gleichsam für den letzten Akt derReinigung, und nur nach Einhaltung dieses Gebrauches darfdas Weib ihre frühere Beschäftigung in Haus und Hof wiederanfnehmen. Dann ladet der Vater die Verwandten der Familiezu sich, und bei fröhlichem Mahl wird der Pathe und die Pathin(Koma) des Kindes gewählt, ebenso der zukünftige Name desKindes besprochen. Hat man sich über diese Angelegenheitengeeinigt, was bei dem etwas halsstarrigen Wesen der Szeklerkeine gar zu leichte Sache ist, so begiebt sich der Vater in
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