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Die Szekler und Ungarn in Siebenbürgen
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geführt, die Fruchtbarkeit desselben erhöhen soll. Wöchnerinnendarf man im Dunkeln nicht allein lassen, weil sie den Wirkungender Hexen ausgesetzt sind, die ihnen die Milch benehmen oderdas Kind mit einemWechselbalg" vertauschen? Verliert nuneine Wöchnerin (bannülö einsitzende Frau) die Milch,

so ruft sie drei Weiber zu sich, die denselben Taufnamen habenwie sie selbst, und läßt sich von ihnen ihre Brüstebähen"skorrslni). Dies geschieht nun auf folgende Weise: die dreiFrauen nehmen Wasser aus drei ineinander mündenden Bächen,lassen dasselbe in einem neuen irdenen Gefäße aufsieden undwerfen dann in das siedende Wasser drei Hände voll Basilien-kraut, worauf die eine Frau das Gefäß unter die Brüste dermilchberaubten" Mutter, hält, die andere die Brüste mit demGoldfinger der linken Hand fortwährend bekreuzt, während diedritte neunmal die Worte hersagt:Wer die Milch dir hatgenommen, soll in Feuersgluth umkommen; wer die Milch hatdir genommen, soll wie dürres Reisig brennen; süß wie Honig,voll wie eine Traube werde deine Brust I Im Namen Gottes,des Sohnes und des heiligen Geistes I" Dann wird der Inhaltdes Gefäßes von den Weibern auf einen Ameisenhaufen gegossen,damit die Ameisen die Person, welche der Mutter die Milchweggezaubert hat, so lange quälen, bis sie die Milch wiederzurückzaubert".

Bis zur Taufe des Kindes werden überhaupt verschiedeneGebräuche beobachtet, die alle den Zweck haben, Mutter undKind vor den Wirkungen böser Geister und Menschen zu be-wahren. Kommt ein Besuch ins Haus, so muß die Mutterdreimal ausspeieu und sprechen:Daß es wachs' und gedeih'zu Ehr' und Freud'!" Entfernt sich der Besuch, so muß dieMutter sagen:Alles Schlechte nimm du mit, alles Gute laßzurück!" Wird das Kind trotzdem beschrien, so stellt man sichmit demselben gegen die Morgensonne und spricht:

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