Haupthaar, stellt der Szekler äußerlich so recht das Bild einesAthleten dar. Auffallend ist das Helle Haar vieler Szekler,ebenso ihre lichte Hautfarbe und ihr bläuliches Auge, Kenn-zeichen, welche auf eine Vermischung mit den deutschen KolonistenSiebenbürgens hindeuten mögen. Es sind überhaupt derbeGestalten, welche von Sonnenbrand und Wetterschauern gehärtetund durch Mühen aller Art unempfindlich geworden sind; inder rauhen Schale steckt ein guter Kern, und dem Völkchen isteine Gemüthstiefe eigen, wie sie eben nur bei wahren Natur-kindern gefunden wird. Etwas Eigenthümliches, Unausdrück-bares liegt im Charakter der Szekler; naives Wesen gepaartmit einfacher Biederkeit und Humor, Witz, häuslicher Gemüthlich-keit und Gastfreundschaft, die selten nach Stand und Lebens-verhältnissen, ja oft nicht einmal nach dem Namen des Gastesforscht, sind die Hauptzüge desselben. Nebenbei geht ein kon-servativer Zug durch das Leben der bäuerlichen Bevölkerung;sie hängen mehr den Gewohnheiten der „alten, guten Zeit,"als den Gewohnheiten und Anschauungen der neueren Zeit an,haben sie doch auch eine historische Vergangenheit hinter sich,wie wenige ihrer Stammverwandten, „die weit draußen an derTheiß und Donau wohnen".
Von stattlichem Körperbau, wenn auch kleiner von Gestaltals die Szekler, sind die Ungarn Siebenbürgens, die durch ihrenregen Verkehr mit den großen Städten des Landes bis in dieuntersten Schichten des Volkes hinab tagtäglich immer mehr vonden Nationaleigenthümlichkeiten aufgeben und sich den herrschendenKulturströmungen anschließen, so daß selbst die alte National-tracht der modernen Kleidung weichen muß. Durch Vermischungmit anderen Völkerschaften hat der Typus viel von seinercharakteristischen Eigenthümlichkeit verloren, und spärlich nurfinden wir Gestalten, deren Hautfarbe, Auge und Gesicht an diereine Rasse der Magyaren erinnert. Fröhlichkeit und Geselligkeit,
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