Die meisten Bewohner dieser Bergdörfer sind ihr lebenlang kaumüber die Grenze der nächsten Kreisstadt hinausgekommen, undauch dahin nur in höchst seltenen Fällen. Unberührt wieihre vielhundertjährige Nationaltracht, unberührt wie ihreSprache, haben die Szekler auch ihre originellen Sitten undGebräuche reiner bewahrt vor fremdem Einflüsse, als die Ungarnder Niederungen. Viel ist über die Abkunft der Szekler ge-schrieben worden; und auch noch heute ist es eine offene Frage,ob dieselben Ungarn oder Nachkommen der hier zurückgebliebenenHunnen seiend Für erstere Ansicht spricht die gemeinsameSprache, Sitte und Brauch, für letztere Körperbau, geistigeEigenschaften u. s. w., wobei freilich der Einfluß des Klimas,der Umgebung, der Lebensverhältniffe überhaupt in Betracht zuziehen sind, vorausgesetzt, daß man eben nicht einen windschiefenHypothesenthurm aufführen will, der beim geringsten LuftzugZusammenstürzen muß. Weder die eine, noch die andere Ansichtläßt sich ohne gründliche ethnologische Forschung erhärten; einUmstand, der erst in allerjüngster Zeit zum Durchbruch zukommen scheint. — Betrachten wir das Aeußere des Szeklers,so hat dasselbe viel Einnehmenderes, sogar Jmponirenderes ansich, als das des Siebeubürger Ungarn. Manche dieser strammenGestalten erinnert an die Recken der Sage und Geschichte. DieGesichter haben aber keinen so edlen Schnitt wie die der Ungarn;die Stirne ist breit, die Nase fast gerade und lang, die Brustnicht sehr hoch gewölbt. Alles kündet trotzdem Kraft undGesundheit. Es ist ein kerniger und wirklich schöner Menschen-schlag, von der Natur wie wenige andere Stämme bevorzugt.Durch die naturgemäße Lebens- und Nahrungsweise bleiben sievor vielen Krankheiten geschützt. Mager und muskulös, stark-halsig, mit stolz emporgerecktem Kopfe, aus dessen ziemlichkleinen und von mäßigen Brauen überwölbten Augen grelleBlitze hervorleuchten, mit üppigem Schnurrbart und dichtem
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