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Ueber die Volksdichtung der Römer
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zum ersten finnischen Kriege, durchaus der Ackerbau die Grund-lage ihres gesamten Lebens; der Ackerbau und was sich an ihnanschloß, bildete neben den politischen Interessen säst die einzigeBeschäftigung des Bürgers in Zeiten des Friedens.

So hat es denn auch nicht an Liedern der Bauern undHirten gefehlt, die freilich wohl zum größten Theil dem Ge-biete der religiösen Dichtungen, der Zauber- und Beschwörungs-formeln u. dgl. angehört haben.

In dem mühsamen Beruf des Landmanns giebt es einenLichtpunkt: die Ernte; in Italien außerdem die Weinlese.Bei dieser Gelegenheit vergaß der von harter Arbeit zur Er-werbung des täglichen Brotes geplagte, dazu so oft von innerenWirren oder Kriegen mit den Nachbarn in Anspruch genommeneRömer den Kampf um das Dasein, und die angeborene italie-nische Fröhlichkeit trug den Sieg davon über den Ernst unddie Würde (Mrrvit,a.8"), die sonst als wichtigste Eigenschaftjedes Römers galten. Diesen ländlichen Festen vornehmlichverdankt bei den Römern wie bei den Griechen das Dramaseinen Ursprung. Denn die südliche Lebendigkeit begnügt sichnicht, wie meist der Nordländer, in geschlossenen Räumen undeinzeln oder in kleinem Kreise sich des Lebens zu freuen. Manzieht am liebsten in dichten Haufen mit möglichst großem Lärmund Gepränge durch die Straßen, und so entsteht von selbstTanz, Gesang in Chören und Wechselrede. Diesem Getreidekommt zu statten das milde Klima.

Aus solchen Anfängen entwickelte sich in Attika neben derKomödie die höchste Gattung der Poesie die Tragödie; inRom fand mehr Scherz und Schimpf eine Stätte, wozu, nebender italienischen Spottlust und der Neigung einmal gründlichden meist sehr schweren Druck des Lebens zu vergessen, die beijenen Gelegenheiten unbeschränkte Redefreiheit, ferner die dabeiüblichen Maskeraden gleichsam einluden.

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