^er folgende Vortrag bildet gleichsam dw^inlestung des^J".vor kurzem in dieser Sammlung (N. F. 4. Serie,'-^r. -
öffentlichten „Die Entstehung der römischen KunstdichtunZ^7"denich zu vergleichen bitte.
Wie bekannt, hat sich seit hundert Jahren, zuerst in Deutsch-land, von da auch in den meisten übrigen Ländern Europasdie Gunst des gebildeten Publikums ebenso sehr den griechischenKlassikern zugekehrt, als sie sich von den römischen abwandte.Während bis dahin Cicero als das Ideal eines Redners, Virgilals das Muster eines Dichters galt, noch ein Lessing für Horazdie reinste, jeden Zweifels bare Bewunderung hegte, ging dieseVerehrung immer mehr in Kälte, ja Geringschätzung über, seitdemeindringlicheres, auch nicht bloß auf Philologen beschränktesStudium die Originalität, Fülle, Kunstfertigkeit der LehrmeisterRoms, der Griechen, weiten Kreisen bekannt und verständlichgemacht hatte. So verfielen nicht Wenige aus einem Extremin das andere, und vergessend des Dankes, welcher den römischenSchriftstellern gebührt, theils wegen ihrer eigenthümlichen Vorzüge,theils deshalb, weil sie durch ihre Nachahmung der Griechenals Vermittler und Wegweiser dastehen zwischen diesen undder neueren Zeit, war man vielfach geneigt, ihnen allen selbst-ständigen Werth abzusprechen, ja überhaupt das Volk des
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