Ebb
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Repler war inzwischen auf den Gedanken gekom-men, daß cs zwischen allen Weltkörpern eine allgemeineund gegenseitige Anziehung gebe. Er sagt ausdrücklich(Aüron. novo riaclira Lommenr. cle mom ttellae Harris,krs§. 1609. pi sef.), daß sich der Mond und die Erde,wenn sie nicht in Bewegung waren, einander nähern, undsich in ihrem gemeinschaftlichen Schwerpunkte begegnenwürden, und daß die Wirkung des Mondes die Ebbeund Fluth verursache. Das ganze Wasser des Weltmeerswürde sich gegen den Mond erheben, wenn die Erde auf-horte, es an sich zu ziehen. Doch hat es dieser große Astro-nom in dieser merkwürdigen Stelle bey einer bloßen Muth-maßung bewenden lassen, und an andern Stellen seinerGewohnheit nach in sehr dichterischen Tropen von der Ebbeund Fluth gesprochen. Euler (k.ercrcs a uns princellsck MemsZne, lerrr. 6z.) der diese Ausdrücke zu buchstäb-lich nimmt, giebt ihm sogar Schuld, er habe die Erde fürein lebendiges Thier und die Ebbe und Fluth für eine Wir-kung ihres Athmens erklärt.
Newron drang auf dem von Keplern angegebnenWege weit tiefer in die Geheimnisse der Natur, und sähenach der Entdeckung des Gesetzes der Anziehung leicht dieWirkungen ein, welche die Sonne und der Mond auf dasWasser der Erdflächc Hervorbringen mästen. Er hat hie-von (krincip. k.. lll. prop. 24. z6. Z7.) mit der gewöhn-lichen seiner Große würdigen Art gehandlet, ohne jedochseine Berechnungen vollständig bis auf alle Phänomene derEbbe und Fluth zu erstrecken. Halles (lllüloü Hans. n.226.) hat hieraus einen mit mehreren Beobachtungen ver-glichenen Auszug geliefert. Die Pariser Akademie derWissenschaften veranlasset, durch den im Jahre 1740ausgesetzten Preiß aus die beste Abhandlung über diesenGegenstand, die drey vortreflichen Schriften der HerrenDaniel Bernsulli, Mae-Laurin und Euler, welcheder Genfer Ausgabe von Newtons. Principien (kkilol'. nar,princ. marlr. sur s/i cum comm. l??> är/Lr»- er
Fairere»-, Do. UI. 1760. gr. 4.) beygefügt worden sind,und fast alles, was sich über die Ursachen der Ebbe Md