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vorstellen, in welchem die Zwischenräume an allen Ortenund nach allen Richtungen in geraden Linien liegen, der-gleichen doch ein jeder Glaswürfel seyn müste, den man inallen seinen Punkten und nach allen möglichen Richtungendurchsichtig findet? Ein solcher Körper müste in allenPunkten seines Raumes Zwischenräume haben, so daß garkein Ort übrigbliebe, in welchen man seine undurchdring-
> liche oder nach Descartes gröbere Materie stellen könnte.
I Und wie kan man sich gedenken, daß diese geradlinigke An-ordnung der Zwischenräume in flüßigeN Materien, z. B.Luft und Wasser, wenn sie auch einmal vorhanden wäre,
> durch die Bewegung nicht gestört werden sollte, da dochder Wind die Durchsichtigkeit der Luft Nicht im geringstenhindert?
Mit viel mehkereM Grunde sucht Newton die Urssache der Durchsichtigkeit der Körper in der gleichförmi-gen Dichtigkeit ihrer Theile, Nebst der Größe ihrerZwischenräume und der Dichtigkeit der Materie, welche
i sich in denselben aufhälk. Nach der in seiner Optik (l.. II.?. z. prop. i. lch) vorgetragnen Theorie kömmt die Un-durchsichtigkeit der Körper davon her, daß die Lichkstralenbey ihrem Durchgänge durch die innern Theile derselbenauf unzählbare und mannigfaltige Art gebrochen und zu-rückgeworfen werden.
Er beweiset anfänglich (prop. r.), daß diejenigenFlächen, welche am stärksten brechen, d. i. welche zwischenMitteln von sehr verschiedener Dichte liegen, auch amstärksten zurückwerfen, und daß an den Grenzen solcherMittel, an welchen gar keine Brechung statt findet, auchkeine Zurückwerfung geschehe. Wenn inan zwey Objectiv-gläser langer Fernröhren gelind zusammendrücket, so be-merkt man in der Mitte, wo sie sich berühren, einen run-den schwarzen Flecken, durch welchen man die Gegenständevermittelst schief durchgehender Lichtstralett sehen kan, dieman hingegen durch andere Stellen, wo das Licht durchden Zwischenraum zwischen beyden Gläsern gehen muß,nicht sieht. Eben dies läst sich von der Fläche sagen, mitder man sich einen Glaskörper oder eine Masse Wasser