Däm 559
mn den Dampf rein auszutreiben, so verbindet eö sich nichtsdesto weniger mit einigen Theilen des Körpers, allein diegeringe Menge des so entstehenden Dampfs ist zu schwach,um die Lust zu durchdringen; sie vermischt sich also mit der-selben, ehe sie sichtbar wird, wird von ihr aufgelöste, undmacht so eine Auflösung des Dampfs in der Luft aus, fürdie man sonst keinen Namen hatte, und die Herr de Saustsurr aufgelösten elastischen Dampf ö/s/lrch.etli/strnr) nennet. Dies ist nach ihm die Geschichte undTheorie der Ausdünstung aller Körper, s. Aus-dünstung.
Er behauptet nemlich, daß es gar keine Ausdünstungohne Verdampfung gebe, d. h. daß die Luft nicht das Was-ser (ob auch andere stüßige Materien, drückt er nicht deut-lich aus) unmittelbar, sondern erst durch Hülse des Feuersaufiöst; das? es blos der durchs Feuer erzeugte Dampf sey,den die Luft aufnimmk, und in sich aufgelößt hält. Ergründet diese Behauptung darauf, daß ihm die Versuchemir einem Manometer, welches mit Master und Luft ineine Glaskugel eingcschlossen war, gezeigt haben, die Aus-dünstung vermehre das Volumen der Luft durch eine her-vorgebrachte elastische Materie, welche dünner als die Luftselbst, und nichts anders, als das in Dampfe verwandleteWasser, sey. Hieraus würde denn folgen, daß der Dampfder Aeolipile mit dem, was bey der gewöhnlichen täglichenAusdünstung aus dem nicht erwärmten Wasser aufsteigt,völlig einerlei-, nur jener dünner und reiner, dieses dichterund mehr mit der Luft verbunden fey. So viel wenigstensist gewiß, und den Physikern längst bekannt gewesen, daßdie Verdampfung der Auflösung des Wassers in der Luftvorzüglich günstig sey, so wie auch die Versuche mit derAeolipile zeigen, daß der aus ihr hervordringende Dampfin der Luft des Zimmers bald völlig aufgelöset wird, ohneihre Durchsichtigkeit zu hindern.
Die Elasticitäk der Dämpfe ist ungemein stark, undbringt, wenn sie in einen engen Raum eingeschlossen wer-den, der ihrer Ausdehnung Widerstand entgegensetzt, be-trächtliche Wirkungen hervor. Beyspiele hievon sind das