Däm 557
der in das. vorige tropfbare Fluidum, das sie vorher aus-machten, oder auch in feste Körper (Blumen) verwandlet, undverlieren ihre Elafticität, die also offenbar von ihrer Ver-bindung mit dem Feuer herrührte; und dies sind die Däm-pfe, deren Kennzeichen daher dieses ist, daß sie durch Be-rührung kalter Körper verdichtet werdenr/>e co/^), wobei) unter Verdichtung nicht blos Zusammen-ziehung in einen engem Raum, sondern auch Wiederher-stellung zu einem tropfbaren oder festen nicht mehr oderdoch weit weniger elastischen Ganzen verstanden wird.
Das deutlichste Beyspiel von Erzeugung der Dampfegiebt die Aeolipile, Dcunpfkugel, s. windkugel,eine metallne Kugel mit einer engen vfnen Röhre, in ivel-cher Master gekocht wird. Allenfalls kan man eben das-selbe in einem gemeinen Theekessel wahrnehmen. DasWasser nemlich bleibt bis zu einem gewissen Grade derHitze (gemeiniglich ist es der 2i2te Grad des Fahrenhem-schen Thermometers) ruhig; sobald aber seine Hitze diesenGrad übersteigt, fängt es an zu kochen, und verwandletsich in eine flüßige höchst elastische Materie, die aus derAeolipile wie ein heftiger Wind durch die Oefnung derRöhre ausströmt, und in ein Gefäß von gleicher oder nochstärkerer Hitze ausgenommen, die Durchsichtigkeit, Elasti-cirät und alle übrigen mechanischen Eigenschaften der Lufthat und beybehalt. Trift aber diese ausströmende heißeFlüßigkeit außer dem Gefäße die kältere Luft der Atmo-sphäre an, so erscheint sie in derselben als eine Art von Ne-bel oder Dunst, und verschwindet endlich unvermerkt, in-dem sie sich mit der Luft im Zimmer vermischt; stößt siegegen die Oberstäche eines kalten Körpers, so verdichtet siesich zu Tropfen, welche diese Oberstäche überziehen, undaufgesammlet nichts anders, als ein Theil des vorher inder Aeolipile befindlichen Wassers sind. Diese auöströ-mende Materie ist also ein wahrer Dampf, eine Verbin-dung des Elementarfeuers mit den Theilen des Wassers.Ganz ähnliche Erscheinungen bemerkt man, wenn die Aeo-lipile statt des Wassers mit andern Alüßigkeiren gefüllt ist,