Bal 2Z5
sich geworfene Körper im luftleeren Raume bewegen. DieAufgabe aber, das zu finden, was der Widerstand derLuft in dieser Theorie abändert, heißt das ballistische Pro-blem. Außerdem gehören zur Anwendung der Ballistiknoch Untersuchungen über die Geschwindigkeit, welche La-dungen von bestimmter Stärke den abgefeuerten Körpernmittheilen. Einige zur parabolischen Theorie gehörigeSäße s. bey den Worten: Wurf, weite des Wurfs.
Vor Galilei hatte man von der Bahn der horizon-tal oder schief geworfenen Körper sehr unrichtige Begriffe.Man glaubte, der erste Theil des Weges einer Canonen-kugel sey geradlinige, und der ganze Weg werde mit dreyer-ley Bewegungen, der gewaltsamen, vermischten und na-türlichen, zurückgelegt. Solche Begriffe kommen nochbeum Schwenker (Mathematische Erquickstunden, Nürn-berg 1651. 4. Th.!. S. 427 u. f.) vor, der sie dochschon bester hätte haben können. Tarralea hakte bereitsizz7 entdeckt, daß der schiefe Schuß unter einem Winkelvon 45° der weitste, und kein Theil der Bahn geradlinigesen. Den ersten Umstand führt auch Schwenker, aber miteiner ganz unverständlichen Erklärung, an. Nach GalileiEntdeckungen (Oilcorki e ckimoÜrsUone msremaricbe. deick.i Lg8> tKornglg H.) ward die parabolische Theorie durchden P. Werseime und Torricelli bald entwickelt; manverfiel aber in den Fehler, sich zu überreden, daß der Wi-derstand der Luft unbeträchtlich, und also diese Theorieallein hinreichend sey. Sie ist von Blondel (!' eXrr ckejener les bombes. pari; l68g. 4. BlondelSKunst, Bom-ben zu werfen, Sulzbach 1636.), dem Grafen v. Her-bevstciu (Fmarl Ä I^pickc artts recbmcoe via plana. 8ret-tin 17z 6.) und Belrdor (be bombarckicr franko',?, ?ari;
,740. 4.) vorgekragen, und von wauperruis (llali-üique arirbmecique in Nöm. cke l'acack. ckes ic. l7;r.)in kurze Formeln zusammengemsset worden. Belidophak sie mit Erfahrungen verglichen, und will die Abwei-chungen unbeträchtlich gefunden haben. Robins (dlsveprinciples « 5 ^uiiucny. l.on6on 1742. Neue Grundsätzeder Artillerie, aus dem Engl, von Lpoich. Euler, mit