Aus 219
Messingdrath bis auf die Erde herab. Halt man diesenAuslader an der gläsernen Röhre in der Hand, und nä-hert das blecherne Ende der Wetterstange oder dem mit derElektricität der Gewitterwolke geladenen Conduetor, sobricht der Funken aus, geht aber durch die Kette sogleichin die Erde über. Die Hand wird durch den gläsernenHandgrif beschicht, und fühlt nichts von der durch denFunken verursachten Erschütterung. Die Glasröhre sollnach de Romas Vorschrift wenigstens einen halben Zollim Durchmesser halten, auch so lang als möglich, und voll-kommen trocken, die Kette aber io —12 Schuh lang seyn.
Die Auslader, welche gewöhnlich zu Entladung derFlaschen oder Batterien gebraucht werden, bestehen auseinem Stabe von Messing, Taf. lli. Fig. zz., der insge-mein in Gestalt eines 6 gekrümmt ist; man macht sie auchaus zwecn Schenkeln, die sich wie ein Zirkel öfnen lassen.Dieser Stab hat an seinen beyden Enden 6 und 6 metal-lene Knöpfe, und einen nichtleitenden Handgrif v, etwavon Glas oder gedörrtem Holz, der in der Mitte desselbenbefestiget ist. Beym Gebrauche faßt man das Instru-ment Key dem Handgrif, berührt eine von den beyden Sei-ten des geladenen elektrischen Körpers mit dem einen Kno-pfe , und nähert den andern an die andere belegte Seiteoder an eine mit derselben verbundene leitende Substanzso wird dadurch die Verbindung zwischen beyden Seitenergänzt, der Schlag bricht aus, und der elektrische Körperwird entladen, ohne daß die Hand den Schlag fühlt.Wenn die kadung nicht stark ist, so kan man auch ohnegläsernen Handgrif den bloßen Stab 66 anfassen, weildie Elektricität den Weg durch das Metall nimmt, ohnein die Hand zu wirken; bey stärkern Ladungen aber hatman die Lakeralexplosion zu fürchten.
Bey Entladung einer Batterie wird insgemein derHaken an der Seite des Kastens, worinn die Flaschen ste-hen, welcher mit der äußern Belegung verbunden ist, durcheinen Drakh mit dem einen Arme des Ausladers zusam-mengehangen, der andere Arm aber mit seinem Knopfe an