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wird. Diese Veränderungen treffen fiüßige und feste Thcile,lind es ist ausgemacht, daß wir nach Verlauf einer Anzahlvon Jahren großenteils einen andern Körper statt des vo-rigen bekommen.
Es ist daher nicht zu läugnen, daß die Ausflüsse derKörper ein sehr wirksames Mittel sind, wodurch die Na-tur, ganz still und unbemerkt, manche Veränderung vongroßen Folgen hcrvorbringt. Man hat sie aber auchoft zu Erklärungen von Phänomenen und zu Theorien ge-mißbraucht, welche nur den Aberglauben und die Betrü-gerey zu nähren dienten. Ein Beyspiel hievon ist die Er-klärung des Phänomens, daß der Wein in den Fässerntrüb wird, wenn in den entfernten Ländern, wo dieserWein wuchs, die Trauben reifen. Man hat behauptenwollen, daß die Ausflüsse der reifenden Trauben, die sichdurch die ganze Atmosphäre verbreiteten, den Wein anden entlegensten Orten trüb machten, ohne zu bedenken,daß eine gewisse Beschaffenheit der Luft in dieser Jahrs-zeit zugleich die Ursache des Reifens und Trübwerdensseyn kan. So hat man die fabelhaftesten Erzählungenvon sympathetischen und antipakhetischen Wirkungen undHeilmitteln, von Aufsuchung der Metalle oder Entdeckungder Mörder durch die Wünschelruthe, vom Spüren odervielmehr Fühlen des Wassers in einer großen Tiefe unterder Erde, u. dgl. durch Ausflüsse begreiflich zu machen,und viele abgeschmackte Mahrchcn durch ein umgehange-nes Gewand einer physikalischen Erklärung ihrer verdien-ten Verachtung zu entreißen gesucht. Ein solches Verfah-ren ist der Entdeckung und Ausbreitung der Wahrheit un-gemein hinderlich; es zieht von genauer Untersuchung derThatsachen und von Entlarvung der Betrüger ab, unter-halt die Leichtgläubigkeit, und verführt auch denjenigenTheil des Publikums, der sonst weise und aufgeklärt schei-nen will, durch den Vorwand, daß sich gewisse Sachendoch physikalisch erklären ließen. Ich läugne nicht, daßgegen die Ausflüsse der Körper, die sich oft sehr weit ver-breiten, gewisse Menschen, Thiere u. s. w. empfindlicherals andere sind; von den Hunden z.B. ist dies unläugbar;