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kung des amerikanischen Südpols, der diesen Gegendenam nächsten liegt, und eigentlich eine große östliche Ab-weichung verursachen sollte, durch die entgegengesetztenvereinten Wirkungen des amerikanischen Nordpols unddes asiatischen Südpols geschwächt wird, der europäi-sche Nordpol aber ohnehin beynahe in den Meridian dieserGegenden selbst fällt.
9. Auch wird hieraus begreiflich, wie die Abweichungunter einerlei) Meridiane an einem Orte östlich, amandern westlich seyn kan.
So erklärt Halley den Zustand der Abweichungen fürdas Jahr 1700. Weil er aber auch auf die Verände-rungen der Abweichung sehen, und also nothwendig eineBewegung seiner magnetischen Pole annehmen muste, wo-bey die Fragen entstanden : ob sich alle vier Pole zugleich,ob sie sich um die Pole der Erde, und mit welcher Geschwin-digkeit sie sich bewegten, so suchte er diese Fragen in einemandern Aufsätze (An accounc ok rke cauio ot clie cliangeok rk»e varignvn os rke mggnericsl neeclle, b'/
in den lllülos. Iransadt. num. 19z. p. 56z.) durchfolgendes zu beantworten.
Der äussere Theil der Erde macht nach seiner Meinungnur eine Rinde aus, umschließt einen concentrischen ku-gelförmigen Bern, und der Raum zwischen beyden ist miteiner flüßigen Materie angefüllt. Kern und Rinde drehensich zwar beyde täglich um ihre Axen, aber die Umdrehungs-zeit des Kerns ist von der Umdrehungszeit der Rinde umein kleines Zeittheilchen unterschieden; dieser Unterschiedwird nach oft wiederholter Umdrehung merklich, und dieStellen der Rinde treffen alsdann nicht mehr mit de!» vo-rigen Stellen des Kerns zusammen.
Nimmt man nun an, beydes Rinde und Kern seyenMagnete mit zween Polen, so ändern sich freylich dieStellungen dieser vier Pole gegen einander, und wennman, wie natürlich, die Pole der Rinde als die unbe-weglichen betrachtet, so muß man alsdann den Polendes Kerns eine beständige Bewegung beylegen. Un-ter den Nordpolen ist der bewegliche der europäische,