Das Wasser wirft bey sehr kleinen Neigungswinkelneben soviel Licht, als Quecksilber, zurück. Jeder kan diesestarke Zurückstralung bemerken, wenn er stch an dem Ran-de eines Teiches der Sonne gegenüber bey heiterm und stil-lem Wetter befindet. Das refleckirte Licht ist alsdann demdritten Theile, selbst der Helfte, deö geraden Sonnenlichtsgleich, und beydes zusammen macht einen starken Eindruck.Das gerade Sonnenlicht nimmt ab, je niedriger die Sonnesteht, das refleccirte aber nimmt zu, so daß die Wirkungvon beyden zusammen bey einer Sonnenhöhe von 12 — iz*ein GrösteS ist. Bey großen Neigungswinkeln ist dagegendie Zurückstralung von der Oberstache des Wassers sehrschwach. Folgende Tafel zeigt die Mengen der Stralen,welche Wasser und unfoliirkes Spiegelglas, von 1000 auf-fallenden Stralen, unter verschiedenen Neigungswinkelnzurücksenden:
Winkel
Winkel
Wasser
Spiegel-
glas
zo'
72 l
—
15°
211
299
I —
692
—
22
»45
222
1 ZV
669
—
2Z
97
»57
2 -
639
—
ZO
6Z
112
2
614
584
40
34
57
s —
zor
543
50
22
34
7 Zo
409
474
62
»9
27
10 —
333
412
70
>8
-5
12 ZO
271
z;6
80
-8
25
90
>8
-5
Gießt man Wasser auf Quecksilber, so erscheinen vonjedem Gegenstände zwey Bilder, eines von der Wasser-das andere von der Quecksilberflache. Bey großen Nei-gungswinkeln verschwindet das erste Bild, weil das Wasserzu wenig Licht ins Auge sendet. Je schiefer man aber darAuge gegen die Flache halt, desto Heller wird das Bild vomWasser, und desto schwächer das vom Quecksilber, weil als-dann das Wasser mehr Stralen reflectirt und vom Queck-silber abhält. Bey einem Neigungswinkel von io* werden