Druckschrift 
4 (1791) Von See bis Z : mit sechs Kupfertafeln
Entstehung
Seite
854
Einzelbild herunterladen
 

854 Zeit

Die Zeit, welche die Uhr zu Mittage weiset, findetman entw der au6 übereinstimmenden. Sonnenhöhen, oderaus dem Durchgänge der Sonne durch die Mittagöfläche,in der man einen Faden ausspannt, und die Zeit des An-tritts des vorder» und hintern Sonnenrandes an diesen Fa-den bemerkt. Der halbe Unterschied bcyder Zeitpunkte zumersten addirt oder vom letzten abgezogen gisbt die Zeit desDurchgangs des Mittelpunkts d. i. des Mittags. Hakman der Witterung halber die Zeit an einem der nächstenMittage vor und nach der Beobachtung nicht bemerken kön-nen, so ist genug, wenn man sie nur an irgend einem dervorhergehenden und einem der nachfolgenden bemerkt, unddie Uhr indessen einen immer gleichen Gang behalten hak.Die Rechnung last sich so abandern, daß sie auch diesemFalle Gnüge leistet. Hieraus wird begreiflich, warum esgenug ist, die Uhr nur ohngefahr nach einer gewissen Zeitzu stellen, da das Wesentliche blos auf die Gleichförmigkeitihres Ganges ankömmt, bey welcher sie doch die wahre Son-nenzeit, die man zu wissen verlangt, nicht unmittelbar zei-gen könnte.

Zeicbögen, s. Gtundenwinkel.

AkMth, Scheitel, Scheitelpunkt, Lsnich, 2/,«r'tH. Diesen arabischen Namen giebr man in der Stern-kunde dem Punkte 2 , Taf. VIII. Fig. s, den die durch da«Auge o gezogne Scheikellinie oder Richtung der Schwere,oberwartö verlängert, an der scheinbaren Himmelskugeltreffen würde dem Punkte des Himmels, welcher ge-rade über dem Haupte des Zuschauers stehet, und von sel-bigem als der oberste oder höchste Punkt des Himmels be-trachtet wird. Dieser Punkt ist einer von den Polen desHorizonts, er steht nemlich von jedem Punkte dieses Krei-ses um 90° ab, weil die Scheitellinie mit der Erdflacheüberall rechte Winkel macht.

Wäre die Erde eine vollkommne Kugel, so würde un-ser Zemrh einerley mit dem Nadir unserer G-aenfüßler seyn,s. U7ai)ir. Da aber die Eroe von her Kugelgestalt abweicht,