Siegelkak, dickflüssige Oele, Syrupe, Buttern u. d. gl.zähe Materün. Es giebt dabey verschiedene Grade, sodaß sich manche zähe Körper der Natur der flüßigen mehr,manche weniger, nähern.
Die Zähigkeit zeigt gewissermassen einen Mittlern Zu-stand zwischen Festigkeit und Flüßigkeit an, wobey der Zu.fammenhang der Theile so schwach ist, daß schon eine ge.ringe Kraft hinreicht, ihre Lage zu andern, ob er gleichimmer noch so stark bleibt, daß ihn diese Kraft nicht ganzaufheben kan. Da nun Festigkeit und Flüßigkeit vomGrade der Wärme abhängen, so muß wohl auch die Zähig-keit dickflüßiger Materien von einem gewissen Grade derWärme Herkommen, der stark genug ist, den Zusammen.Hang zu schwächen, ob er gleich nicht hinreicht, eine voll«kommene Flüßigkeit zu bewirken.
Wenn die Zähigkeit der Flüßigkeit entgegengesetzt wird,so giebt man ihr bisweilen auch den Namen Tenacirat,(leuscitgs, Alle stößige Materien sind in ei-
nem gewissen Grade zähe, d. i. sie setzen der Trennungihrer Theile allemal einen gewissen Widerstand entgegen.Hievon hängt ein Theil des Widerstands ab, den Bewe-gungen in flüßigen Mitteln leiden, s. llViderstand derMittel. Zähigkeit mit Anhängen an andere Körper ver-bunden, heißt Niedrigkeit (viss-olita«, uh^o/r/e).
Zähe S offe lassen sich gewöhnlich in sehr dünne Fädenauöziehen, weil sich beym Auseinanderziehen der Zusam-menhang nicht aufhebt, also dieselbe Masse desto dünner,(kleiner im Durchmesser) werden muß, je mehr sie in dieLänge gedehnt wird. Beyspiele hievon findet man im Ar-tikel Dehnbarkeit.
Zahl, güldne, s. Cykel, Nalender.
Aaubevbnlnnm, inrermittirender Brunnen,interinitten« ssHräerl, /chrrtame ^o»-
-MM slb romiu<m^e»rent. Ein kleiner Springbrunnen, derabwechselnd Wasser giebt, und darauf wieder eine Zeitlang aussetzt. Die gewöhnlichste Einrichtung ist fol-