Wol 825
Elektricität wieder entziehen, plötzlich zusammenschwindenund herabsinken.
Herr Hube sieht es als einen entschiedenen Satz an,daß durch mitgetheilte Elektricitat die Auflösungskraft derLuft geschwächt, mithin der Niederschlag in selbiger beför-dert werde. Daher komme es, daß sich unter allen Artenvon Wolken keine so schnell, als die Gewitterwolken, ver-größern. Die ursprüngliche Elektricitat der Luft thut die-se Wirkung nie; sie ist vielmehr gewöhnlich am stärksten,wenn die Luft die stärkste Auflösungskraft hat. So ver-größern sich die Wolken hauptsächlich durch ihre eigne Ele-ktricität, die sie der Luft mittheilen, woraus die Ungewittererklärt werden, die mit der Erscheinung eines kleinenWölk-^ chens anfangen.
In der untern Luft können nur Wolken durch Erkäl-tung entstehen, wenn die Luft nach oben zu feuchter, alsunten, ist, oder wenn leichte sehr feuchte Luftmassen sich indie ober« Gegenden erheben. Dies letztere wird vornehm-lich durch die aus der Erdfläche häufig entwickelte brennbareLuft veranlasset, deren besondere Brechbarkeit zu vielen son-derbaren optischen Erscheinungen Gelegenheit giebk. HerrH. untersucht umständlich, unter welchen Umstanden undin welchen Gegenden der Erde die aufsteigendm Massenbrennbarer Luft Wolken bilden können, und wendet dies aufdie Erklärung vieler Beobachtungen an.
In der obern Luft entstehen die meisten Wolken durchelektrische Ausströmungen. Dieser Satz wird besondersdurch die merkwürdige Gestalt derjenigen Wolken wahr-scheinlich , welche sich so oft in der Höhe in schichtweise ge-ordneten kleinen Flocken bilden, und unter dem Namendes gelämmerten Himmels als Anzeige eines bevorstehendenRegens betrachtet werden.
Die Wolken werden durch den Regen oder Schnee nieganz erschöpft, sondern bleiben noch immer übrig, wenngleich das Herabfallen der Feuchtigkeit aufgehört hat. Sieverlieren zuletzt ihre Elektricitat, und erheben sich durch ihrevergrößerte specifische Leichtigkeit. Nur durch Auflösung inder Luft oder durch Zertheilung vom Winde verjchivmdm