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tigkeit in sich nimmt. Oele, die in der Kalte schwer ge-rinnen, geben nur schmierige und weiche Seifen.
Der Unterftbied der Seifen beruht auf der Verschieden-heit der dazu gebrauchten Oele und Laugensalze. Statt derersten nimmt man auch die thierischen Fette. So wirddie gewöhnliche Seife aus Unschlitt und Gewächölaugensalzbereitet. Die venedische Seife besteht aus Baumöl undGewächsalkali; die meiste alikantische oder spanische ausBaumöl und Mineralalkali; die Mandelseife aus Mandel-öl und Gcwächsalkali; die schwarze Thranfeife aus Thran,und die grüne Seife aus Lein- oder Rüböl, beydes mit Ge-wachSalkali u. s- w. Auch das Wachs giebt mit aßendenLaugen eine Wachsfeife, wozu das punifche lVachs zurEnkaustik gehört, welches nach Sage (Xuai^le cb^migueVol. II. im Register S. XIl.) aus reinem meisten WachsMit dem zwanzigsten Theile Mineralalkali zusammen ge-schmolzen, bestehen soll. Die wesentlichen Oele verbindensich schwerer mit den Laugensalzen; daher die Bereitung derSeifen aus ihnen, z. B- der Starkeyifchen aus Terpen-tinöl und Gewächöalkali sehr mühsam ist. Auch das flüch-tige Laugensalz bildet Seifen, die aber nicht fest werdenund keine dauerhafte Verbindung eingehcn.
Die sauren Seifen entstehen aus Verbindungen derSäuren mit den Oelen, wodurch die letzter» verdickt undim Weingeist auflöslich gemacht werden. Herr Achard(in Korner fournsl cle pb^ligue Oec» 1780. Isliv. et kevr.1781.) hat über die Verbindungen der Vitriolsaure mit ver-schiedenen Oelen schätzbare Versuche angestellt.
Einige nennen auch die thierischen und vegetabilischemSäfte, welche durch Zerlegung Salz und Oel liefern, z.B.Zucker, Schleim, Speichel, Gallerte u. s. w. natürlicheSeifen. Da aber bey vielen das Oel erst während derZerlegung entsteht, so ist es bester nur diejenigen Substan-zen feifenartig zu nennen, worinn ein wirkliches schon vor-handneö Oel durch Salz sowohl im Wasser , als im Wein-geiste auflöslich gemacht wird.
Die Auflösungen der Seifen im Weingeist führen denNamen der Seifenfpirirust