Ex. 2. Ein Stab von 6 Fuß Lauge soll so weit vomAuge gestellt werden, daß seine scheinbare Grösse nurbeträgt. Man nehme das kl der Figur für die Mitte desStabs, so ist KM g Fuß, O — 16^. Die Cotangentevon i6^findet sich aus den Tafeln — 214,8576.... undgiebt in KM — z Fuß multiplieirt, die gesuchte Entfer-nung klO — 644,5728 Fuß.
Ex. Z. Eine Linie von der Lange 1 erscheint dem senk-recht darauf gerichteten Auge unter einem Sehewinkel von40". Man sucht ihre Entfernung vom Auge. Die Co-tangente von 40" ist nach den grösser» Tüftln —5r56,6195265 .... Also die gesuchte Entfernung fast —5156,62.. 1.
Wem» das Auge schief gegen KM sieht, so muß nochüberdies der Winkel kl gegeben seyn. Alsdann kan mau,wenn von den drey Stücken, O, KM und KäO, zwey ge-geben sind, das dritte durch die trigonometrische Aufiösungdes Dreyecks Oklkl finden. Gewöhnlich werden in derPhysik die Falle so angenommen und betrachtet, daß derLichtstral nach des Gegenstandes Mitte OKI auf KM senk-recht steht, wofür die obigen Satze und Formeln gelten.
Die Größe des Bildes auf der Netzhaut mn ist —tanZ 0 x Om, wo Om oder der Abstand der Kryflallinsevon der Netzhaut auf die Einrichtung des Auges ankömmt»Bey ebenderselben Einrichtung des Auges verhalten sich dieGrößen der Bilder, wie die Tangenten der Schewinkel, oderbei) kleinen Winkeln, wie die Sehewinkel selbst. Daherist die scheinbare Größe der Größe des Bildes im Augeproportional, und kleinere Bilder sind mit Empfindung vongeringerer Größe vergesellschaftet, obgleich die Größe nichtdurch Anschauung der Bilder erkannt wird, f. Sehen.
Je weiter wir uns von einem Gegenstände entfernen,'desto kleiner wird der Sehewinkel, unter welchem er er-scheint. Er wird endlich so klein, daß man ihn gar nichtmehr empfindet, und der Gegenstand dem Auge unsicht-bar wird.
Ueber den kleinsten dem menschlichen Auge noch em-pfindlichen Gesichtswinkel hat man mancherley Versuche