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4 (1791) Von See bis Z : mit sechs Kupfertafeln
Entstehung
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stündlich. Von Haller (kbMoloZ. Vol. V. x. 474.) be-merkt, daß eigentlich Mariottens ganzer Versuch nichts be-weise. Denn an der unempfindlichen Stelle sey gar kei-ne Rehhaut vorhanden, sondern eine rveifse cellulöse Haut,die zum Sehen untauglich seyn könne, ohne daß es darumdie Netzhaut auch seyn müste. Die Aderhaut sey zum Se-hen ungeschickt, weil sie von dem schwarzen Schleime be-deckt werde, und wenn ja die Lichtstralen diesen durchdrän-gen, so würden sie auf die braune, zotkigte ruyschische La-melle stoßen und darunter eine unzählbare Menge Gefäße,ober wenig oder gar keine Nerven finden, also kein vollstän-diges zusammenhängendes Bild entwerfen können. Zinn(Oelcripr. sustom. oculi bum. p. Z7. ZF.) bemerkt auch,daß die Aderhaut keine Fortsetzung der dünnen Haut desSehnervens sey, oder mit der dünnen Hirnhaut unmittel-bar Zusammenhänge; vielmehr finde man beyde durch einzelliges Gewebe von einander abgesondert. Es scheint al-so ziemlich ausgemacht, daß man keinen Grund habe, denSitz desSehens anderswo, als aufderNeßhaut, anzunehmen.

Die Lehre vom deutlichen und undeutlichen Sehenhat D. Iurin in einer dem Smithschen Lehrbegriffe devOptik (der deutschen Uebers. S. 48z. u. f.) beygefügten Ab-handlung am besten untersucht, womit noch Lambert(Photometrie, S. 490. u. f.) zu verbinden ist. Mansagt, eine Sache werde deutlich gesehen, wenn ihre auffernGrenzen wohl bestimmt erscheinen, und ihre Theile sich gutunterscheiden lassen. Hiezu wird erfordert, daß das Bildim Auge deutlich sey, oder daß alle Stralen, die von einemPunkte der Sache ausgehen, sich wieder in einem Punkt«der Netzhaut, oder wenigstens auf einer einzigen empfind-lichen Stelle, einer einzigen Nervenspitze, vereinigen. Esist aber eine so genaue Vereinigung, besonders bey größer»Gegenständen, nicht einmal nökhig. Man kan dahervollkommnes Sehen von blos deutlichem unterscheidet!.Das vollkommne hängt bey einer gegebnen Einrichtung desAuges blos von der Entfernung des Gegenstandes, dasblos deutliche zugleich von seiner Grösse ab. Wenn dieStralenkegel nicht genau auf der Netzhaut vereiniget wer-