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4 (1791) Von See bis Z : mit sechs Kupfertafeln
Entstehung
Seite
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L2 Seh

in das Sensorium. Die Nerven selbst gehen in eben der-selben Ordnung über und neben einander fort, in welcherihre Spitzen liegen. So erhalt das Sensorium die Ein-drücke in eben der Ordnung, in welcher die Lichtstralen aufdie Netzhaut fallen, und in der also die Theile des Bildesliegen. Die Ordnung der einfallenden Lichtstralen be-stimmt daher nicht nur die Ordnung der Theile des Bildes,sondern auch zugleich dieEmpfindung, welche dieSeele von derOrdnung der Gegenstände und ihrer Theile erhalt. Nothwen-dig müssen also beyde übereinstimmen, nicht, weil die Seelsdas Bild sieht, sondern weil Stelle des Bildes, und Em-pfindung von der Stelle des Gegenstandes, beyde durch ei-nerlei) Ursache, nemlich durch die Stelle der Nervenspiße,die das Licht empfangt, bestimmt werden. Hieraus wirddie Uebsreinstimmung des Sehens mit dem Bilde in Ab-sicht auf Ordnung, Gestalt, Größe und Bewegung sehrleicht begreiflich.

Was die Deutlichkeit betrifk, so entsteht diese beyimBilde daraus, daß Lichtstralen, die aus einerley Punktedes Gegenstands auf die Pupille gekommen sind, genauwieder in einerley Punkt der Netzhaut vereiniget werden.Geschieht aber dieses, so wird auch die Nervenspitze, diesich in diesem Vereinigungspunkte befindet, von keinem an-dern Lichte getroffen, als blos von solchem, das aus diesemPunkte des Gegenstandes kam, und der Nerve, dem siezugehört, führt nun die Empfindung dieses Punkts allemund unvermischk an der gehörigen Stelle ins Sensoriumüber. Hieraus entsteht deutliche Empfindung diesesPunkts. Ist hingegen das Bild undeutlich, so vereinigensich die Stralen/ die aus einerley Punkte des Gegenstandeskommen, entweder schon vor, oder erst hinter der Netzhaut,und bilden auf dieser, anstatt des Punktes, einen ganzenKreis ab, der sich über mehrere Nervenspitzen zugleich ver-breitet. Auf diese Weise erhält jede Spitze vermischtesLicht aus mehrern Punkten des Gegenstandes zugleich, weilsie in mehrern solchen Kreisen zugleich liegt. Jeder Ner-ve bringt daher vermischte Empfindungen vieler nebenein-ander liegender Punkte des Gegenstandes mit sich an ei-