Druckschrift 
3 (1825)
Seite
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schleichen. Wenn er mit Efigenia redete, so schmei-chelte er ihr mit verstellter Zurückhaltung, als ob ernicht alles sagen dürfte, was er fühlte und dächte.Die Eigenschaften des Grafen lobend, bedauerte er,daß sie nicht so groß wären, wie sie es verdiente.Bei jedem Schritte zeigte er ihr die tausendfache Ge-fahr, worin sie stände, entdeckt zu werden, und daßer durch seine Fürsorge sie dagegen geschützt hatte.Und das rhat er mit so vieler List und Verschlagenheit,daß er, indem er das Herz der Efigenia fesselte,zugleich der Vertraute aller ihrer Geheimnisse wurde.Eifersucht ist ein Kind der Liebe, und jemehr Efige-nia sich von der Liebe zum Grafen hinreißcn ließ,desto mehr nagte die schwarze Eifersucht an ihremHerzen; besorgt, die hohe Achtung des Sultans mögeihr ihn entreißen. Neukasis verlohr die Kartenicht, mit welcher er sein Spiel zu gewinnen dachte;und anstatt zu' zerstreuen, fachte er die EifersuchtEfigeniens nur noch mehr an, und bei dem Gra-fen machte er es eben so, indem er ihm die Treueder Efigenia allmählig verdächtig machte. Be-merket, sagte er zu ihm, daß mehr die Lust, sich inihr Vaterland zurück zu ziehen, als Eure Liebe, siezu dieser Vermummung veranlaßt; und ich furchte,daß sie nicht sobald in ihren Staaten sey, so werdesie Euch vergessen, und verlassen. In diesen und andernRänken zogen sie langsam mit den Truppen weiter.