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meinem Hofe bleiben wollt, so sollt Ihr finden, dnßich immer Euer Freund bin. Dieß Alles hörten wirWachen, und so belohnt gieng Neukasis fort; mi.dder Kaiser befahl, ganz aufgebracht, man solle Euch lndiesen Kerker führen, welches zwar ungern geschah,aber ich muß meinen Fürsten gehorchen.
Das war im Ganzen die Nachricht, welche insWache dem Miseno und Aymar gab, wodurch derGesandte in die größte Bestürzung versetzt ward. Ersah, daß seine Gcmahlinn umgekommen war, weil Neu«kasis allein kam, der als Seemann besser als He«lena den Wellen entkommen konnte; er sah jetzt, daßer, da er Gattinn und Freiheit verlohren hatte, in Ge«fahr war, Ehre und Leben durch eine offenbare Verrä«therei zu verliehren. Miseno fürchtete ein traurigesSchicksal, und sein eigenes Leid vergessend, gab er sichalle Mühe, um das Herz des Gesandten aufrecht zuhalten, welches zuweilen der größten Verzweiflung nahewar. Sey auch, sagte er, Neukasis der gottlo«feste Mensch von der Welt, so kann er uns doch nichtunglücklich machen. Kann das höchste Wesen, welchesfür Alles sorgt, Mißfallen an uns haben, weil wir dieVerräthcrei Anderer erdulden. — Kann er ohne Ur«sache mit den Bösewichtern eins seyn, und uns ver«folgen? Jemehr die Falschheit und Bosheit triumphi,ren, um desto mehr muß die höchste Weisheit, die überalle Schicksale erhaben ist, über jeden Betrug zu tri«umphiren wissen, weil sonst der Gott der Wahrheit