Druckschrift 
3 (1825)
Seite
66
Einzelbild herunterladen
 

00

Welt, wirft Alles zur Erde, und zürnt gegen sichselbst; die unruhigen Blicke, die laute, ungemäßigteStimme, die zügellosen Reden zeigen, daß seyn Ver,stand nicht am rechten Orte ist. Nun nehmt in dieserZeit einmal -einen Entschluß, und Ihr werdet sehen,wie oft Ihr den Jrrthum vermeidet. Die Sonne ste-het nicht Alles auf einmal; sie braucht dazu vier undzwanzig Stunden. Wie wollt Ihr denn Alles auf ein-mal übersehen? Wir wissen nicht, ob Eure Gemahlin»umgekommen ist; wir müssen hierüber einige Gewiß-heit haben; vielleicht ist sie gerettet; aber wir müssender Zeit ihre Zeit lassen, und es wird sich in einigenTagen zeigen, ob an diesen Küsten Spuren von ihremLeben, oder von ihrem Schiffbruche zu finden sind.Gott, dessen Vorsehung Ihr Euch überlassen müsset,wird Euch die Wahrheit zeigen, auf daß Ihr sehet, wasEuch am nützlichsten ist, und darum bitte ich Euch umGelassenheit und Geduld, denn ohne diese wissen wirnicht, was wir thun müssen.

Der Gesandte bestand auf seiner ersten Behaup-tung, und alle seine Reden und Unterhaltungen lie-fen darauf hinaus, zu beweisen, daß seine GemahlinnSchiffbruch gelitten, daß, schon Hunger und Durst siewürden haben tödtett können, im Fall auch Wind undWellen sie verschont hätten, und daß wenn das Schiffkaum der Wuth der Winde hätte widerstehen können,wie es denn möglich gewesen sey, daß die den schwe-ren Kampf bestanden, die alle Augenblicke von dem