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3 (1825)
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ihm kann nicht viel fehlen, um vollkommen glücklichzu leben; weil weder die Begierden ihn beunruhigen,noch die Ränkesucht ihn betrübt, noch Gewissensqua,len ihn zerreißen, noch Leidenschaften ihn bestürmen.Das Gesetz in einer Hand, und die Ehre in der andern,geht er immer gerade zu, geschätzt von den Menschen,gesegnet von Gott, geliebt von den Guten, geachtetvon den Bösen und gelobt von Allen. Seht, meinFreund, wenn Jeder sich liebt, wie er sich lieben muß,und ernstlich an seine wahre Ruhe denkt, so wird erbald diesem Eigennütze, dieser Habsucht nach Reich-thümern widerstehen.

Noch wollte sich Neukasis nicht ergeben; aberHelena gestand, daß sie bisher über die Eigenliebein Jrrthum gewesen wäre.

Ich hielt, sagte sie, diese Leidenschaft für dasLieblingskind unserer Seele, und fand daher in derunwürdigen Willfährigkeit der Mutter eine schlechte,fehlerhafte Erziehung, weil es nur in den Armen sei-ner untersten Diener, der Sinne, lebte; das Vergnügen,sein einziger Unterhalt sey, nur nach Eitelkeit strebe,und das Verbrechen sein gänzlicher Gewinn sey; abernun sehe ich, daß die Eigenliebe eine edle Erziehunghat; daß sie in den Armen der Vernunft lebt, engeverbunden mit der Tugend und der Ehre, derenSprache lernt, deren Grundsätze studirt, und sich nichteinen Augenblick davon entfernt. Jetzt erkenne ich,daß dieß die Klippe ist, an der so viele Philosophen