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3 (1825)
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Seele nicht mit Gift, Euren Geist nicht mit Sorgenund Euer Innerstes nicht mir Unruhen. Ihr werdetdie unendliche Schönheit der Tugend, die Schönheitder Vernunft lieben, Ihr werdet den Gegenstand lie-ben, der Euch ein unbeschreibliches Vergnügen gewährtund Euch unendlich glücklich macht. Als der Grafund Helena dieses gehört hatten, gaben sie nach,und gestanden, daß die Schwachheit der Liebe ihr wah-res Hilfsmittel in der wohlverstandenen Selbstliebehabe, welche, wie gesagt, alle Hilfe vom Himmel er-wartet. Jetzt fragte es sich um das Hilfsmittel gegendie Ruhmsucht; eine andere Leidenschaft, welche manfür eben so mächtig gegen die Vernunft gehalten hatte,und Helena trug ihrem Gemahl auf, diese Sache zuverthcidigen, um zu sehen, ob auch diese Leidenschaftdurch eine wohlgeleitete und wohl verstandene Selbst-liebe könne geheilt werden- Was die Wahrheit anbe-trifft, sagte sie, so muß es uns von großem Nutzenseyn, zu wissen, daß wir in unserem größten Gift einsicheres und wirksames Gegengift haben, um die gefähr-lichsten Krankheiten des menschlichen Herzens zu heilen.

Da Ihr mich gerade auf dieses Thema führt,sagte Aymar, so will ich dem Miseno erklären,wie mein Herz krank ist, und ich glaube, daß auch erzu denen gehören wird, denen eine glückliche Geburtein hohes Gemüth giebt. Ich bin der Fürst des klei-nen Staates Casarea, welches mir meine Gattinn zurMitgift brachte. Ich darf mich nicht mit einem Mo-