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gange bis zum Niedergange dir Augen nicht von chmabwendet.
Ja freilich bis zum Niedergänge, erwkederte Mi«seno lebhaft. Beim Untergänge der Lebcnssonnewird alle irdische Schönheit verschwinden und dieSchönheit der Tugend beständig und dauerhaft seyn;wenn die Morgenröthe aufgcht, wenn der Tag ange«brochen ist und die Sonne schön und glänzend herauf»steigt, dann ist Alles in Schönheit, wir Alle sind vollFreude, weil alsdann die ganze Natur wachend ist,aber in der Nähe des Todes, d. h. beim Untergangder Sonne, wenn die Schatten kämpfen mit dem Lichte,die Nacht mit dem Tage, und der Tod mit dem Le«ben, dann wird die Sonne blaß, fleckig und traurigwerden; dann werden die Nosen verwelken, abfaüenund sich zur Erde neigen, und Euer trostloses, einsamesHerz, welches keinen Gegenstand hat, der es zufriedenstellt, Allen zur Last und uneins mit sich selbst, stürztdann hinab in die Abgründe der Schwcrmuth undgeht unter; aber wenn es glücklicher Weise seine Au«gen auf die beständige und unveränderliche Schönheitder Tugend wirft, so fürchtet sein Zauber keinen Uit«tergang, denn bei jedem Augenblick ist seine Schön»heit nur wunderbarer, nimmt nie ab, verwelkt nicht,vertrocknet nicht, und das Herz findet keinen Ueber«druß und keine Leere, denn im Tode erwartet e§ seinHochzeitfcst und den sichern Besitz mit der Erhöhungbezaubernder Schönheit. Seht hier, wie wir jedesmal.