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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
Entstehung
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5 G 6 Niesen.

Seen spiegeln. Diese Ungeheuern Flutlien sind es ' ltr0

welche die mächtigen Quarzkörnerschichten auf derSpitze des Niesen zerbrachen und über einander war-fen; und die Gewalt, womit dieselben, zwischen der ^ >r> 'Felsenkluft über den Brienzer - See eingezwängt, her- ®

vorstürzten , mufste nothwendig die Nordseite des Nie- 1( '

sen senkrecht herabreifsen und dessen innem Körper b* ^

blofsstellen. Der Gyps streicht vom Niesen weiter nach Ai

NO., wo er zwischen Spietz und Leifsigen, und am fr* 011-

südwestlichen Fufs des Brünig zu Tage stöfst. f^h

Geognost. Uebersiclit des Aar -Kessels. An

Die hohe Felsenkette, von den PVetter-Woraera an bis «bet

nach den Diablerets , bestehet aus Kalkstein mit vielen tief a

Quarzkörnern gemengt und reich an zerquetschten Sckwi

Meer - Schaalthieren, auf Schiefer und Gneifs ruhend. Thum,

Selbst diese hohe Kette ist an manchen Stellen mit wndrt

dem grobkörnigen Sandstein gänzlich bedeckt. Auf dem lick 1

Olden - Horn (10,000 Fufs hoch) fand ihn H. Tr alles. p; e

Der Niesen steht an der Südseite des Ungeheuern Fel- g ea h

sendurchbruchs, welcher hier zwischen der Stockhorn- J cr j (

und Niesen- Kette und den Gebirgen an der Nordseite D J]mn

der Thuner- und Brienzer -Seen geschehen, und ist (5 y 0

deswegen eine vortrefliche Warte zu einem allgemeinen ^

Ueberblick. Die Lage der gegenseitigen Gebirge am ^

Ausgange dieses Durchbruchs zeigt deutlich, dafs dieFluthen , welche über die Ur-Alpen herabwälzten, ihre j.

Richtung n 3 ch W. dem Juda zu von der Hasenmatt , u (

hinter Solothurn, westlich bis an den Thevenon ober- ^

halb Granscn nahmen, ihre Hauptgewalt aber an dem .