5 G 6 Niesen.
Seen spiegeln. Diese Ungeheuern Flutlien sind es ' ltr0
welche die mächtigen Quarzkörnerschichten auf derSpitze des Niesen zerbrachen und über einander war-fen; und die Gewalt, womit dieselben, zwischen der ^ >r> 'Felsenkluft über den Brienzer - See eingezwängt, her- ®
vorstürzten , mufste nothwendig die Nordseite des Nie- 1( '
sen senkrecht herabreifsen und dessen innem Körper b* ^
blofsstellen. Der Gyps streicht vom Niesen weiter nach Ai
NO., wo er zwischen Spietz und Leifsigen, und am fr* 011-
südwestlichen Fufs des Brünig zu Tage stöfst. f^h
Geognost. Uebersiclit des Aar -Kessels. An
Die hohe Felsenkette, von den PVetter-Woraera an bis «bet
nach den Diablerets , bestehet aus Kalkstein mit vielen tief a
Quarzkörnern gemengt und reich an zerquetschten Sckwi
Meer - Schaalthieren, auf Schiefer und Gneifs ruhend. Thum,
Selbst diese hohe Kette ist an manchen Stellen mit wndrt
dem grobkörnigen Sandstein gänzlich bedeckt. Auf dem lick 1
Olden - Horn (10,000 Fufs hoch) fand ihn H. Tr alles. p; e
Der Niesen steht an der Südseite des Ungeheuern Fel- g ea h
sendurchbruchs, welcher hier zwischen der Stockhorn- J cr j (
und Niesen- Kette und den Gebirgen an der Nordseite D J]mn
der Thuner- und Brienzer -Seen geschehen, und ist (5 y 0
deswegen eine vortrefliche Warte zu einem allgemeinen ^
Ueberblick. Die Lage der gegenseitigen Gebirge am ^
Ausgange dieses Durchbruchs zeigt deutlich, dafs dieFluthen , welche über die Ur-Alpen herabwälzten, ihre j.
Richtung n 3 ch W. dem Juda zu von der Hasenmatt , u (
hinter Solothurn,’ westlich bis an den Thevenon ober- ^
halb Granscn nahmen, ihre Hauptgewalt aber an dem .