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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
Entstehung
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errichtet, und sehr oft in allen nachmaligen Jahrhunder-ten erneuert, ln dem im J. 1407. zwischen den) GrafConrad, der Stadt Ncuchatel und Bern geschlofsnenewigen Burgrechte wird von den beyden erstem dieRegierung von Bern als Schiedsrichter bey allen ihrenkünftigen Streitigkeiten anerkannt, und festgesetzt , dafssie ihre Urtheilssprüche mit aller Macht gegen denUngehorsamen durchsetzen solle. Durch diese genaueVerbindung mit vier Kantonen stand Neuchatel mit derganzen Schweitz im Biindnifs, nahm deswegen an denmeisten Verträgen der Schweitz Theil, folgte denselbenpolitischen Verhältnissen 11 ), und genofs dieselben Vor-theile. Als die Eidgenossen (1511.) gegen Frankreichmit dem Pabst Julius II. in Bündnifs traten, undLudwig von Orleans , im Dienst seines Königs, dieSchweitzer äufserst beleidigt hatte, so besetzten sie1512. das Fürstenthum Neuchatel, liefsen sich huldi-gen, und regierten es durch Landvögte bis 1529., wosie es der Witwe des Louis Orleans unter Vorbehaltder Verfassung und aller Freyheiten des Landes zurück-stellten. Die Unabhängigkeit Neuchatels vom deut-schen Reiche wurde zuerst in dem Frieden öffentlichanerkannt, welchen Kaiser Maximilian I. im J. r 499 -mit den Eidgenossen schlofs, und im westphälischenFrieden ( 1648. ) wurden diesem Fürstenthum alle

*) Die Neuchateler fochten auch in den Kriegen der Ber-ner; z. B. Ellert von Tissot, ein tapfrer Ritter, standmit 5 o INeuchatelern unter dem Panner Berns bey derSchlacht von St. Jacob bey Basel im J. 1444.