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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
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Münster - Thal. *>i7

Fuhrwagen brauchbar. Die Einwohner des Münster-thals schossen grofse Summen zusammen, und legtenmit ungeheurer Mühe diese trefliche Strafse an. DerBischof begnügte sich mit der Ehre, und verewigte sei-nen Namen durch eine dort am Felsen angebrachteInschrift, welche sagt, dafs Joseph Wilhelm vonBaldenstein , Bischof von Porentru , im J. 1752. diesenWeg erneuert habe. In den einsamen Höhen desJura , besonders im Thal Chalucl an der Grenze desK. Solothurns , nicht weit von Münster, wohnen inden dortigen Meierhöfen über hundert Haushaltungenvon Wiedertäufern , welche aus dem K. Bern imXVII. Jahrhundert, und zuletzt 1708. und 1711. ver-trieben wurden, weil sie weder Eide schwören, nochWaffen tragen wollten. Sie sprechen deutsch, undsind von allen Münsterthalern verehrt. Selten trifftman anderswo so viele Glieder dieser Sekte an, undhier bietet sich die befste Gelegenheit dar, diese trefli-chen Menschen zu beobachten. Von Münster führtein Fufsweg in 3-4 St. auf den Weifsenstein , undvon da in 2 St. nach der Stadt Solothurn. BeyMünster, oberhalb der Strafse in der Höhe von 150F. ist eine Höhle, in welche man nur auf Leiterngelangen kann ; hier soll die Einsiedeiey des H. Ger-

locken. _ Malleray war der Schauplatz der Niederlage

des Bischofs von Basel Johann von Vienne im J. 1367.welcher, uin das Biindnifs Biels mit Bern zu trennen,Biel verbrannte. Bern und die Eidgenossen erobertenseine Schanzen bey Pierre pertuis, und züchtigten ihnhier (s, Ballstal').