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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
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Münster - Thal. 515

geschlofsnen Vertragen war der vom J. 171t. derwichtigste, wodurch den Reforinirten die Probstey überden Leisen (nämlich die Gemeinden unter den MeyereynMoutiers und Malleray ), und den Katholiken dieProbslejr unter den Felsen (nämlich die Gemeindenunter der Meyerey Correndelin) zur Wohnung ange-wiesen wurde. Die Regierung der französischenRepublik litfs im J. 1792. das ganze Bisthum Baselbis an die Grenze des Münster-Thals besetzen, wel-ches als Schweitzerboden unberührt blieb. Erst im I.1797. den 14, September, als die gewaltsame Umwäl-zung der Schweitz beschlossen war, wurde das Mün-ster-Thal, so wie das F.rguel und Biel, von Franzosenberreten, und bald nachher mit Frankreich vereinigt.

Weg durchs Münster-Thal. Die Strafse vonder Stadt Basel bis Laufen 4 St., und bis Corren-delin 8 St. ( s. Basel'). Hier öffnet sich das Münster -Thal, und das Delsberger - Thal, aus welchem dieSorne (s. den Ursprung derselben im Art. Dachsfel-den ) der Birs zueilt, und durch welches die Strafsenach Delemont und Pruntrut*) (ehmalige Hauptstadtdes Bisthums Basel) führt. Zu Correndelin sind Eisen-sehmelzen- und Hammer und ein kleiner malerischerWasserfall sehenswerth. Gleich hinter Correndelingeht die Strafse ins Münster-Thal, durch eine engeKluft, die sich bey Martinet etwas erweitert, dem

*) Die Landschaft des Bisthums Basel von Laufen an bisPruntrut wird Salzgau genannt. Der Ursprung diesesNamens ist dunkel.